epa/Amiruddin Mughal

Pakistan bereitet sich auf Vergeltung gegen Indien vor

26.2.2019 12:31 Uhr

Das pakistanische Militär, so wie die Bevölkerung sollen sich nach den Luftschlägen Indiens in Pakistan auf alle Wahrscheinlichkeiten vorbereiten. Dies sagte nun der Ministerpräsident Pakistans, Imran Khan.

Laut einer Mitteilung des Büros des Premiers kam das Nationale Sicherheitskomitee am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung zu dem Schluss, dass Indien eine ungerechtfertigte Aggression begangen habe. Darauf wolle Pakistan zu einem Zeitpunkt und Ort seiner Wahl reagieren, heißt es in der Erklärung.

In einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den beiden Ländern hatte Indien am Montag nach eigenen Angaben ein Terroristencamp in Pakistan angegriffen. Dabei sei in der Nacht "eine sehr große Anzahl" Angehöriger der islamistischen Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed getötet worden, darunter auch einige Anführer, teilte das indische Außenministerium am Dienstag mit.

40 Tote bei Anschlag in Kaschmir

Die seit Jahren in Indien aktive Gruppe hatte den Anschlag am 14. Februar im indischen Teil Kaschmirs für sich reklamiert, bei dem 40 Angehörige einer paramilitärischen Polizeitruppe getötet worden waren. Es war der schwerste Angriff auf indische Sicherheitskräfte in Kaschmir seit Beginn des Aufstandes von Separatisten und Islamisten vor 30 Jahren. Indien machte Pakistan für den Anschlag verantwortlich und hatte eine «gebührende Antwort» angekündigt.

Pakistan wies in der Mitteilung die Angaben Indiens zurück, es habe ein Terroristenlager angegriffen und den Islamisten schwere Verluste zugefügt. Die indische Regierung habe sich "wieder einmal einer eigennützigen, verwegenen und fiktiven Behauptung" bedient. Um die Nation hinter sich zu versammeln, werde die Regierung eine gemeinsame Sitzung beider Parlamentskammern einberufen. Khan habe zudem eine Sondersitzung der Nuklearen Kontrollbehörde für Mittwoch angesetzt.

(an/dpa)

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