dpa

Paderborn zieht Frankfurt in den Tabellenkeller

22.12.2019 20:14 Uhr

Eintracht Frankfurt kann nicht mehr gewinnen. Nachdem man gegen Kellerkind 1. FC Köln daheim verloren hat, kommt nun die nächste Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten. Beim SC Paderborn gab es für die SGE nichts zu holen und mit dem 2:1-Heimsieg holten die Ostwestfalen nicht nur die drei Punkte ab, sondern auch Vertrauen im Abstiegskampf. Für die Hessen wird es langsam selbst eng, denn vom Relegationsplatz, den Fortuna Düsseldorf belegt und die Rheinländern konnten heute Union Berlin mit 2:1 besiegen, trennen die Frankfurter noch ganze drei Punkte zum Rückrundenstart. Hat der klare Heimsieg gegen den FC Bayern München das Mojo der Eintracht zerstört? Fast könnte man es glauben.

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena erzielten Abdelhamid Sabiri (9. Minute) und Sebastian Schonlau (41.) die Treffer für den Aufsteiger, der weiter Tabellenletzter ist. Bas Dost gelang in der 72. Minute nur noch der Anschlusstreffer für die Gäste. Die Eintracht wirkte in ihrem 56. Pflichtspiel in diesem Jahr von Beginn an platt und inspirationslos. Zwar hatte Frankfurts Trainer Adi Hütter seinen Spielern nach der 2:4-Niederlage gegen den 1. FC Köln einen freien Tag zur Erholung gegönnt, doch am Ende eines langen Fußball-Jahres fruchtete diese Maßnahme bei den Hessen nicht mehr.

Paderborn mit dem Willen zu siegen

Paderborn war der unbedingte Wille auf den dritten Saisonsieg dagegen vom Anpfiff weg anzumerken. Anders als in den Heimspielen zuvor war das Team von Trainer Steffen Baumgart von der ersten Minute an voll da und zeigte ein starkes Heimspiel. Baumgart hatte Sabiri für den gesperrten Sebastian Vasiliadis neben Kapitän Klaus Gjasula ins defensive Mittelfeld beordert, die ersten Akzente setzte Sabiri aber offensiv. Mit einem schönen Fernschuss überraschte der 23-Jährige Frankfurts Torwart Felix Wiedwald, der den Flatterball regungslos über sich passieren ließ.

Aber auch der frühe Rückstand wirkte auf die Eintracht nicht als Weckruf. Hinten löchrig, vorne ohne Durchschlagskraft - die Hessen traten zu keiner Zeit nicht wie ein Europapokal-Team auf. Ganz anders der Tabellenletzte. Nachdem Kai Pröger und Christopher Antwi-Adjei bei einer Doppelchance noch das 2:0 verpasst hatten, erhöhte Schonlau vier Minuten vor der Pause per Kopf für den Aufsteiger.

Nur der Treffer von Dost reichte nicht

Erst in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs wurden die Frankfurter erstmals richtig gefährlich. Ein Freistoß von Mijat Gacinovic verfehlte aber um Zentimeter das Paderborner Tor.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Frankfurter nahezu alles schuldig. Ohne den siebenfachen Torschützen Goncalo Paciencia und Mittelfeldkämpfer Sebastian Rode, die beide nicht rechtzeitig fit geworden waren, und den gesperrten Martin Hinteregger fehlten den Hessen die Spieler, um die Mannschaft zu führen. Paderborn versäumte es aber, mit dem dritten Tor für klare Verhältnisse zu sorgen. So mussten die Ostwestfalen nach dem Anschlusstreffer von Dost noch einmal zittern, brachten den wichtigen Erfolg aber über die Zeit.

(ce/dpa)

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