epa/Zoltan Balogh

Osteuropa beschließt neue Maßnahmen gegen Coronavirus

12.3.2020 23:47 Uhr

Ungarn und Bulgarien haben im Kampf gegen das Coronavirus neue Schutzvorkehrungen angekündigt. Ungarn stellt den öffentlichen Verkehr in die Nachbarländer Österreich und Slowenien ab Mittwoch Mitternacht ein.

Reisenden aus Italien, China, Südkorea und dem Iran sei zudem die Einreise verboten, erklärte Kanzleramtsminister Gergely Gulyas vor der Presse. Ungarische Staatsbürger, die aus diesen Ländern nach Ungarn zurückkommen, müssen sich in Quarantäne begeben.

Universitäten bleiben geschlossen

Die Universitäten Ungarns müssen ihre Tore schließen und können im Modus des Fernunterrichts weiterarbeiten. Alle Veranstaltungen im Freien mit mehr als 500 Teilnehmern und in geschlossenen Räumen mit mehr als 100 Teilnehmern sind untersagt. Das betrifft etwa die Ungarische Staatsoper und das Budapester Operettentheater sowie Fußballspiele vor Publikum und andere Sportveranstaltungen. In Ungarn war bis Mittwochfrüh bei 13 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Bei ihnen handelt es sich um acht Iraner, vier Ungarn und einen Briten. 609 Menschen waren getestet worden.

In Bulgarien sollten Menschen nun nur beruflich und aus gesundheitlichen Gründen unterwegs sein, erklärte der zuständige Krisen-Stab am Mittwoch in Sofia. Das bedeute allerdings keine Blockade von Städten; es solle nur das unnötige Herumgehen in der Stadt vermieden werden, erläuterte Stabschef Wenzislaw Mutaftschijski nach einer Sitzung des Sicherheitsrats der Regierung.

In dem Balkanland stiegt die Zahl der Erkrankten auf sechs. Eine wegen der saisonalen Grippe-Epidemie bereits in Kraft getretene Schließung aller Schulen wurde nun in Sofia und in den Regionen mit Coronavirus-Fällen bis Mitte März verlängert. Das Parlament untersagte Journalisten, sich in den Gängen der Volksversammlung frei zu bewegen und mit den Abgeordneten Kontakt aufzunehmen. Kultur- und Sportevents wurden weiter begrenzt.

(an/dpa)

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