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Ost-Türkei: Suche nach verschüttetem Feuerwehrmann abgebrochen

7.2.2020 11:30 Uhr

Nach den zwei tödlichen Lawinen in der osttürkischen Provinz Van mit insgesamt 41 Todesopfern mussten Rettungskräfte am Freitag die Suche nach dem letzten vermissten Feuerwehrmann aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen und der Gefahr weiterer Lawinen abbrechen.

Nachdem am Dienstagabend eine Lawine einen Minibus im Bahcesaray-Distrikt unter sich begrub und fünf Menschen tötete, starben durch eine zweite Lawine am Mittwoch mindestens 41 Menschen.

Schneefall und Lawinengefahr

Nachdem die Suchaktion nach einem verschütteten Feuerwehrmann am Donnerstagabend abgebrochen werden musste, nahmen Rettungskräfte die Arbeiten am frühen Freitagmorgen nach einer Krisensitzung erneut auf. Doch aufgrund der sich verschlechternden Witterungsverhältnisse mit heftigem Schneefall und dem Risiko weitere Lawinen mussten die Sucharbeiten schon bald darauf abgebrochen werden. Wie das Gouverneursamt am Freitagmittag verkündete, warten die Rettungskräfte in einer nahegelegenen Polizeistation. Sobald sich die Witterungsverhältnisse verbessern, werde man die Situation erneut begutachten und, wenn möglich, die Rettungsarbeiten fortsetzen.

Innenministerium ermittelt

Wie das Innenministerium am Freitag verkündete, habe man Ermittlungen wegen der Lawinenabgänge eingeleitet. Drei Ministeriumsmitarbeiter wurden nach Bahcesaray/Van geschickt, um die mögliche Ursache für die Abgänge zu ermitteln. Dies geschieht, nachdem in den sozialen Medien Gerüchte aufkamen, die zweite Lawine könnte durch Räumfahrzeuge ausgelöst worden sein.

(Berna Ehrhardt)

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