dpa

Ost-China: Mindestens zehn Tote bei Einsturz einer Quarantäne-Unterkunft

8.3.2020 13:06 Uhr

Beim Einsturz eines Hotels im chinesischen Quanzhou, welches als Quarantäne-Unterkunft genutzt wurde, sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen.

Mehr als 20 Menschen wurden am Sonntag noch unter den Trümmern in der Stadt Quanzhou vermutet, rund 1500 Rettungskräfte waren nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums bei der Suche nach ihnen im Einsatz. Das Hotel war am Samstagmorgen eingestürzt, bis Sonntag konnten 38 Menschen lebend geborgen werden. Von der Feuerwehr veröffentlichte Videos zeigten, wie mehrere Kinder aus den Trümmern befreit werden. Sie bekommen sofort Atemmasken umgelegt und werden in Krankenwagen abtransportiert. Zu sehen ist auch, wie sich die Einsatzkräfte gegenseitig mit Desinfektionsmittel einsprühen, um eine mögliche Corona-Infektion zu vermeiden.

Mauern komplett weggebrochen

Auf Aufnahmen im Internet-Netzwerk Weibo war zu sehen, dass die Mauern des Hotels komplett weggebrochen waren. Nur noch das Stahlgerüst des Gebäudes stand. Das Hotel war erst kürzlich in eine Quarantäne-Unterkunft für Menschen umgewandelt worden, die sich in Corona-Gebieten aufgehalten hatten. Laut einem Bericht der Lokalzeitung "Quanzhou Evening News" waren die Bewohner bei ihrer Rückkehr aus diesen Gebieten allesamt negativ getestet aber trotzdem vorsichtshalber unter Quarantäne gestellt worden.

Arbeiter warnten vor deformiertem Stützpfeiler

Das 80-Zimmer-Hotel in der östlichen Provinz Fujian war vor zwei Jahren errichtet worden. Das Erdgeschoss wurde seit einigen Wochen renoviert. Daran beteiligte Arbeiter alarmierten unmittelbar vor dem Einsturz nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums den Besitzer, weil ein Stützpfeiler deformiert war. Es werde nun untersucht, ob die Renovierungsarbeiten für das Unglück verantwortlich seien.In China stürzen wegen schlechter Materialqualität und nicht sachgemäßer Bauweise immer wieder Gebäude ein.

(be/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.