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Ortungssignal ausgeschaltet

3.9.2019 13:05 Uhr

Bei seiner Fahrt durch das Mittelmeer hat der iranische Öltanker "Adrian Darya-1" offenbar das Signal ausgeschaltet, mit dem er geortet werden kann. Das letzte Signal stammt nach Angaben des Informationsdienstes Marine Traffic von Montag 17:53 Uhr (MESZ). Zu diesem Zeitpunkt lag der Tanker rund 85 Kilometer vor der Küste des Libanons und Syriens. Zu seinem Zielort gibt es keine Angaben.

Das iranische Schiff war mehr als sechs Wochen lang in Gibraltar unter dem Vorwurf festgehalten worden, das EU-Embargo gegen Syrien zu unterlaufen. Das oberste Gericht des britischen Überseegebiets an der Südspitze der iberischen Halbinsel gab den Tanker schließlich frei.

Erst Griechenland, dann Türkei

Seitdem bewegt sich das Schiff im östlichen Mittelmeer. Der Kapitän hatte zunächst angegeben, nach Griechenland fahren zu wollen. Danach hieß es, das Schiff wolle Häfen in der Türkei ansteuern. Die USA haben alle Mittelmeerstaaten unter Druck gesetzt, dem Tanker keinen Ankerplatz und keine Unterstützung zu gewähren. Sie versuchen im Konflikt mit dem Iran, die Ölexporte des Landes auf null zu bringen.

(an/dpa)

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