Tim Oelbermann

Ortsbegehung nach tödlichen Schüssen in Wuppertal

13.12.2019 14:02 Uhr

Bei den Anwohnern der Eintrachtstraße in Wuppertal Barmen dürfte der heutige Freitagvormittag böse Erinnerungen geweckt haben. Dort war am frühen Samstagabend der vergangenen Woche der 25-jährige Max M. von Polizeibeamten angeschossen worden, nachdem er zuvor mit zwei Hämmern bewaffnet wahllos Autos demoliert hatte. Max M. verstarb an der Schwere der Schussverletzungen wenig später im Klinikum Barmen. Heute fand ab 10 Uhr MEZ eine Ortsbegehung der Polizei Hagen und der Staatsanwaltschaft Wuppertal am Ort des Geschehens statt. Wie am Samstag wurde der Bereich vollgesperrt.

Sinn und Zweck der Aktion war es laut Polizei und Staatsanwaltschaft, dass man sich einen Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten verschaffen könne. Zu der Ortsbegehung wurden auch Zeugen geladen, um die Szenerie so realistisch wie möglich nachzuempfinden. Ziel wird es sein herauszufinden, ist den Beamten, welche die Schüsse abgaben, Fehlverhalten vorzuwerfen. Ein Mehr an Informationen wollte und konnte die Staatsanwaltschaft nicht geben, da die Ermittlungen wegen der Schussabgabe noch in vollem Gange seien.

Für den öffentlichen Nahverkehr hatte die Vollsperrung nur bedingt nachteilige Bedeutung. Die Obduktion des 25-Jährigen ist bereits abgeschlossen, aber es wurde ein zweites Gutachten beauftragt. Somit ist bisher noch nicht klar, waren die Schussverletzungen todesursächlich oder gab es weitere Begleitumstände, die den Tod von Max M. angestoßen haben könnten. Ferner gilt es sicher auch festzustellen, stand der 25-Jährige unter Alkohol, Medikamenten oder Drogen, als er zu seinem Zerstörungszug mit den Hämmern ansetzte und letztlich auf die Polizisten losging. Mit einem Ergebnis des zweiten Gutachtens wird in den kommenden Tagen gerechnet.

(Hürriyet.de)

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