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Opposition und Militär für gemeinsames Komitee

26.4.2019 0:39 Uhr

Nach dem Putsch im Sudan haben sich das Militär und die Opposition in dem Ringen um die Führung des Landes angenähert. Man werde ein gemeinsames Komitee gründen, um Lösungen für die umstrittenen Punkte zu finden, sagte ein Sprecher des militärischen Übergangsrats am späten Mittwochabend nach einem Treffen von Vertretern des Rates und des Bündnisses Deklaration für Freiheit und Wandel.

Dies ist eine Koalition mehrerer Oppositions- und zivilgesellschaftlicher Gruppen.

Treffen sei ein guter Start

Ein Sprecher des Gewerkschaftsbündnisses SPA, welches die Massenproteste der vergangenen Wochen organisiert hat, teilte mit, das Treffen sei ein guter Start der Gespräche gewesen. Später erklärten drei Mitglieder des Militärrats ihren Rücktritt, wie der Rat mitteilte. Die Rücktrittserklärungen müssten allerdings noch angenommen werden.

Im Sudan hatte das Militär Mitte des Monats nach anhaltenden Massenprotesten Langzeitpräsident Omar al-Baschir gestürzt und die Macht übernommen. Die Generäle wollen übergangsweise die Führung behalten, die Opposition fordert aber eine zivile Übergangsregierung. Zuletzt hatte diese Gespräche mit den Streitkräften abgebrochen. Die Afrikanische Union (AU) hat dem Militärrat im Sudan drei Monate Zeit gegeben, die Führung abzugeben.

(an/dpa)

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