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Opferzahl durch gepanschten Alkohol in der Türkei auf 44 gestiegen

13.10.2020 19:24 Uhr

Türkische Sicherheitseinheiten haben vermehrt Inspektionen und Razzien gegen Hersteller und Verkäufer von Ethylalkohol durchgeführt. Die Arbeit wurde notwendig, nachdem in sieben Provinzen 44 Menschen an gepanschtem Alkohol verstorben sind und Dutzende andere in den letzten zwei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wurden.

In der westlichen Provinz Izmir, in der die ersten Todesfälle gemeldet wurden, stieg die Zahl der Todesopfer auf 18, wodurch die Provinz ganz oben auf der Liste bei den Opfern steht. In der Folge wurde ein Lagerhaus, eine Wohnung und fünf Arbeitsplätze durchsucht und zwölf Verdächtige in der Provinz festgenommen. Eine Person starb in Istanbul, was die Zahl der Todesopfer in der Metropole auf sieben erhöhte. Drei Personen, die Methylalkohol aus derselben Quelle gekauft und getrunken haben, werden in einem Krankenhaus behandelt. Zwei von ihnen sind intubiert. Die Polizei hat außerdem drei Verdächtige wegen des Verkaufs von Methylalkohol festgenommen. Bisher sind seit dem 9. Oktober 18 weitere Menschen an Vergiftungen gestorben, nachdem sie in fünf anderen Provinzen gepanschten Alkohol konsumiert hatten. Sieben davon in der zentralanatolischen Provinz Kirikkale, sechs in der südlichen Provinz Mersin, zwei in der südwestlichen Provinz Mugla, zwei in der westlichen Provinz Aydin und ein Person in der Schwarzmeerprovinz Trabzon sind durch den gepanschten Alkohol verstorben.

Verstärkte Razzien finden in Izmir statt

Illegal hergestellte Spirituosen werden häufig mit Methanol versetzt, was zu dauerhafter Blindheit, Stoffwechselstörungen und sogar zum Tod führen kann. Die Polizei hat seit den ersten Todesmeldungen verdächtige Märkte, Lagerhäuser und Häuser durchsucht. Am 13. Oktober beschlagnahmten türkische Streitkräfte an drei verschiedenen Orten 9335 Liter illegalen Ethylalkohol. Provinzpolizei-Teams haben im Zusammenhang mit einer kürzlich erfolgten Vergiftung in der südlichen Provinz Mersin eine Operation im Istanbuler Stadtteil Avcilar durchgeführt. Sie haben sechs Tonnen illegalen Alkohols und Material für seine Herstellung beschlagnahmt und drei Verdächtige aufgegriffen.

Nach Spekulationen zu einer illegalen Brennerei durchsuchte die Polizei ein Lagerhaus im Stadtteil Arnavutköy. Als Sicherheitskräfte zwei Verdächtige entdeckten, stürmten sie hinein und beschlagnahmten 1975 Liter illegalen Alkohol. Unabhängig davon starteten Sicherheitseinheiten eine Operation im Bezirk Yüregir in der südlichen Provinz Adana und beschlagnahmten 1360 Liter Ethylalkohol. Ein Verdächtiger wurde von der Polizei festgenommen. "Es wird weitere Inspektionen geben", sagte Yavuz Selim Kösger, der Gouverneur der Provinz Izmir. "Es wurde viel Alkohol und ähnliches Material beschlagnahmt. Sicherheitskräfte durchsuchen Orte, an denen sie glauben, dass solche illegalen Schnapsbrenner am Werk sind." Kösger hat die Öffentlichkeit aufgefordert, keinen Alkohol bei illegalen oder nicht autorisierten Händlern zu kaufen.

(ce)

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