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Opel fährt erstmals seit 20 Jahren Gewinn ein

26.2.2019 12:29 Uhr

Das Sparprogramm des neuen Eigentümers PSA zeigt Wirkung: Opel hat erstmals seit 20 Jahren wieder einen Gewinn eingefahren. Er lag im vergangenen Jahr bei 859 Millionen Euro, wie der Mutterkonzern am Stammsitz in Rueil-Malmaison bei Paris mitteilte.

PSA-Chef Carlos Tavares sagte, Opel und seine britische Schwestermarke Vauxhall hätten damit "die Grundlagen für eine stabile Zukunft" gelegt. Die Marke mit dem Blitz könne sogar noch "zusätzliches Potenzial freimachen".

Betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 ausgeschlossen

Die PSA-Gruppe um die Marken Peugeot und Citroën hatte Opel im August 2017 für 1,3 Milliarden Euro von dem US-Konzern General Motors übernommen. In den letzten fünf Monaten des Jahres 2017 hatten Opel und Vauxhall noch ein Minus von 179 Millionen Euro verzeichnet. Mit einem umfassenden Sparprogramm machte PSA die Marke wieder profitabel - zwei Jahre früher als geplant.

Unter dem Sanierungsplan für Opel sind betriebsbedingte Kündigungen bis Ende Juli 2023 ausgeschlossen. Der Personalabbau durch Abfindungen, Altersteilzeit und Vorruhestand ist auf 3700 Stellen begrenzt.

Strikte Produktionsplanung geht weiter

Weiterhin offen ist die geplante Aufspaltung des Entwicklungszentrums am Stammsitz Rüsselsheim. "Wir sind weiter in Gesprächen mit den Sozialpartnern zum geplanten Übergang von bis zu 2000 Beschäftigten an den Entwicklungsdienstleister Segula. Angesichts der vorhandenen und wachsenden Überkapazitäten im Entwicklungszentrum ist das der einzige Weg, diese Arbeitsplätze nachhaltig in Rüsselsheim zu sichern", sagte Opel-Vorstandschef Michael Lohscheller. Bislang hatte sich die IG Metall sehr negativ zu dem Verkaufsplan geäußert, der noch im zweiten Quartal vollzogen werden soll.

Lohscheller kündigte weiterhin eine strikte Produktionsplanung an, die sich an den zu realisierenden Verkäufen orientieren werde. "Wir haben unsere Fahrzeugbestände im vergangenen Jahr deutlich reduziert und werden auch in Zukunft nicht auf Halde produzieren." Konkrete Produktionsplanungen für die deutschen Werke in Eisenach, Rüsselsheim und Kaiserslautern nannte der Opel-Chef nicht.

(bl/dpa/afp)