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Online Casinos werden legal in Deutschland

18.3.2020 16:15 Uhr

Onlinecasinos sind weltweit ein Milliardengeschäft. Auch in Deutschland locken die Casinos Spieler mit attraktiven Angeboten an, beispielsweise mit Boni für Neukunden. Darüber hinaus sind die Gewinnquoten verlockend, weil sie wesentlich höher sind als die Quoten bei den staatlichen Spielbanken. Was die Spieler dabei nicht wissen oder nicht berücksichtigen, ist die Tatsache, dass sich das Casinospiel in Deutschland noch in einer rechtlichen Grauzone bewegt. Viele Casinos umgehen diese Hürde mit einer Lizenz aus einem europäischen Land. Das soll sich nun ändern. Ab Mitte 2021, so haben sich die Ministerpräsidenten der Länder verständigt, tritt der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag in Kraft.

Was ein gutes Onlinecasino auszeichnet

Bisher war es so, dass nur Schleswig-Holstein als einziges Bundesland Lizenzen vergeben hat, die legales Glücksspiel in Deutschland ermöglicht haben. Mit dem Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag, der auf 70 Seiten viele neue Regeln enthält, wird das Glücksspiel in Deutschland legalisiert. Derzeit müssen Spieler noch sehr vorsichtig sein bei der Auswahl ihres Casinoanbieters. Nicht immer lassen sich die seriösen Angebote auf den ersten Blick von einem unseriösen Angebot unterscheiden. Mithilfe bestimmter Indikatoren lässt sich die Qualität der Anbieter bewerten. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Lizenz. Ist die Lizenz nicht aus Schleswig-Holstein oder einem EU-Mitgliedsstaat, ist das Spielen weitestgehend illegal. Vor der Registrierung sollten Spieler unbedingt die Geschäftsbedingungen durchlesen. Ein seriöses Online-Casino, wie sie auf dieser Seite vorgestellt werden, stellt diese transparent und leicht auffindbar zur Verfügung.

Bis der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag in Kraft tritt, ist auch bei den Bezahloptionen Vorsicht geboten. So können bei manchen, weniger seriösen Anbietern Gebühren für Gewinnauszahlungen und weitere Gebühren anfallen. Auch die Bonusbedingungen variieren sehr stark und sollten immer transparent für die Spieler sein. In vielen Casinos sind Prämien und Bonuszahlungen an bestimmte Bedingungen geknüpft. Wer hier das Kleingedruckte nicht liest, kann sehr leicht eine Enttäuschung erleben.

Was ist neu mit dem Glücksspiel- neuregulierungsstaatsvertrag?

Bisher bewegten sich viele Online-Casino-Anbieter in einer gesetzlichen Grauzone. Um diese Situation endlich zu verbessern, haben die Länder sich auf den Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag geeinigt. Er tritt zum 1. Juli 2021 i Kraft und legalisiert auf einen Schlag alle Arten von Onlineglücksspiel. Dazu gehören neben Spielautomaten, Poker, Roulette oder Blackjack auch jede Art von Sportwetten.

Allerdings können die Spieler auch dann nicht unbegrenzt Zocken. Der Gesetzgeber hat Einzahlungslimits eingeführt, die das Zocken begrenzen sollen, damit niemand seine kompletten Ersparnisse auf einen Schlag verlieren kann. Die Obergrenze liegt bei 1.000 Euro. Ist das Limit erreicht, können Spieler nicht mehr weiterspielen und das Konto wird gesperrt. Mögliche Gewinne sind davon ausgenommen; es geht nur um das tatsächlich investierte Geld.

Damit diese Maßnahme greifen kann, braucht jeder Spieler im Onlinecasino ein eigenes Nutzerkonto. Eine weitere Maßnahme ist die Einführung einer zentralen Sperrdatei. Dort können sich Nutzer freiwillig eintragen, um sich selbst von Onlinecasinos oder anderen Glücksspielangeboten ausschließen lassen zu können.

Minderjährige haben besonderen Schutz

Der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag legt besonderen Wert auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Eine zentrale Glücksspielbehörde, die noch eröffnet wird, soll dies gewährleisten. Die erfassten Spielerdaten tragen dazu bei, dass Zahlen und Gewohnheiten der Nutzer transparenter gemacht werden. Bisher sind die Daten auf unregulierten Seiten gespeichert, wodurch die Informationen sehr schwammig sind. Durch die neue Art der Datenerfassung soll es auch mehr Transparenz beim Thema Spielsucht geben.

Das müssen Spieler beachten

Der Spielerschutz ist eines der wesentlichen Ziele des Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrags. Bildquelle: Pixabay / lechenie-narkomanii

Die eingangs erwähnte Eingrenzung, dass Spieler nur noch höchstens 1.000 Euro im Monat bei Onlinecasinos einzahlen dürfen, kann auch umgangen werden. Es ist nur dann möglich eine höhere Einzahlung vorzunehmen, wenn der Spieler nachweisen kann, der er über ein entsprechendes Einkommen verfügt. Die Höchsteinsätze schränkt das Gesetz ebenfalls deutlich ein. Pro Spiel dürfen die Spieler höchstens zwischen 30 und 50 Euro einsetzen. Die Höchstsätze bisher lagen bei 100 Euro. Es ist nach wie vor so, dass nur im Casino spielen darf, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Ein- und Auszahlungen sind nur von Zahlungskonten erlaubt, die auf den Namen des Spielers lauten.

Was die Anbieter beachten müssen

Die Casinoanbieter müssen verschiedene Auflagen erfüllen, um den Spielerschutz und die Spielsuchtprävention zu gewährleisten. Durch die zentrale Sperrdatei ist gewährleistet, dass Selbst- und Fremdsperren in einer zentralen Datei geführt werden.

Die Spieldaten müssen den Behörden zu Kontrollzwecken jederzeit zugänglich sein. So will der Gesetzgeber sicherstellen, dass die Angebote in den Onlinecasinos manipulationsfrei laufen und die Anbieter die neuen Regulierungsauflagen einhalten. Darüber hinaus müssen die Anbieter ein System einführen, dass der Früherkennung von Glücksspielgefährdung oder Glücksspielsucht dient.

Sonderstellung der Live-Wetten

In Live-Wetten können die Spieler beispielsweise beim Tennis darauf wetten, wer den nächsten Satz gewinnt oder den nächsten Einwurf beim Fußballspiel bekommt. Das macht das Wetten viel spannender. Durch diesen wirtschaftlichen Erfolg, der auch die Umsätze der Sportwettenanbieter in die Höhe treibt, gewinnt die Sportwettbranche im Profisport an Einfluss. Die großen Anbieter treten heute immer öfter als Sponsoren im Profisport auf. Der Glücksspielneuregulierungsstaatsvertrag soll diese unüberschaubare Branche nun reglementieren, die Steuereinnahmen sollen steigen.

Tennis ist eine leicht manipulierbare Sportart, weshalb Werbung für Live-Wetten im Internet und im Radio zu bestimmten Uhrzeiten verboten ist. Bildquelle: Pixabay / top10-casinosites

Es darf auch grundsätzlich mehr für die Live-Wetten geworben werden, allerdings nur mit Einschränkungen. Ab 1. Juli 2021 ist Rundfunk- und Internet-Werbung zwischen 6 Uhr und 23 Uhr verboten. Für leicht zu manipulierende Sportarten, wie beispielsweise Tennis, soll die Werbung noch weiter eingeschränkt oder sogar ganz abgeschafft werden.

Die Buchmacher sollen hier in die Pflicht genommen werden. Sie sollen künftig alle Daten und Wetten ihrer Kunden den Behörden melden. Der Deutsche Sportwettenverband lobt verschiedene Fortschritte, kritisiert auf der anderen Seite jedoch auch einige Versäumnisse des Gesetzgebers. Er befürchtet Kunden vom Live-Wetten-Markt könnten zum Schwarzmarkt wechseln. Insgesamt ist die Branche mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag jedoch zufrieden.

(Hürriyet.de)

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