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Özil und Ramos enge Freunde: "Mesut gab mir sein letztes Real-Trikot"

8.11.2020 9:19 Uhr

Mesut Özil und ein junger Sergio Ramos spielten gemeinsam bei Real Madrid. Und der beinharte Verteidiger war der erste Freund bei den Königlichen. Eine Freundschaft, die bis heute anhält, berichtete goal.com in einem Betrag, der die Freundschaft der beiden Kicker analysiert. Es ging so weit, dass Özil sein letztes Trikot, das er für Real Madrid trug, seinem Freund Sergio schenkte – und der will es in seinem Museum ausstellen.

21 Jahre jung war Mesut Özil, als er aus der Provinz an der Weser, wo er für Werder Bremen spielte, nach Madrid zu den Königlichen von Real ging. Anderes Land, andere Sitten, anderes Team – gespickt mit Superstars. Und da war es wohl Sergio Ramos, der sich des Neuzuganges aus der Bundesliga annahm. Mit Händen und Füßen redend, denn man könnte sich schlecht verständigen: Ramos sprach kein Deutsch und kein Türkisch, Özil kein Spanisch. Also lief der Talk auf Englisch und damit in einer Sprache, die beide Spieler eher "mäßig" beherrschten, wie Ramos sagte.

Das letzte Real-Trikot von Özil für Ramos - mit Widmung

Als Star und Stammspieler sah sich Ramos in der Pflicht, Özil zu helfen. Das Glück wollte es, dass der gebürtige Gelsenkirchener noch das Haus das direkt neben dem Verteidiger bewohnte. Da war es dann einfacher, Gemeinsamkeiten zu finden: Musik und Modegeschäfte. Eine Leidenschaft, die beide Kicker teilten. Ramos lud den Youngster oft zu sein ein, erleichterte ihm das Ankommen in der Mega-City Madrid. Und auch auf dem Platz zahlte sich das aus – Özil hatte bei Real mit 27 Toren und 80 Assists wohl seine beste Zeit. Pokalsieger und Meister in den ersten beiden Jahren in der spanischen Hauptstadt – eine Bilanz, die sich sehenlassen kann.


Quelle: imago images / DeFodi

Doch nach drei Jahren war der Zauber vorbei. Für 47 Millionen Euro wechselte Özil von La Liga in Spanien zum FC Arsenal in die Premier League auf die Insel. Ein Verkauf, den Ramos heute noch nicht nachvollziehen kann. Özil, so Sergio, sei einer der letzten Spieler gewesen, der für ihn zum Verkauf gestanden hätte. Und als es Zeit war, die Segel zu streichen, schenkte Özil seinem Freund das letzte Trikot, das er für Real trug – mit Widmung. Es bleibt für Ramos ein wichtiges Erinnerungsstück. Und der Freundschaft der beiden Stars tat die räumliche Trennung keinerlei Abbruch. Auch heute noch sind die beiden Spieler eng befreundet, sprechen über Gott und die Welt. Und Özil scheint mit dem spanischen Fußball weiterhin auf Augenhöhe zu sein. Wohl auch, weil ihm selbst bewusst geworden ist, wie außergewöhnlich und erfolgreich die Zeit in Spanien für ihn war.


Quelle: imago images / Colorsport

(ce)

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