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Özil rechnet mit Kritikern ab: "Sie wollen mich seit Jahren zerstören"

14.8.2020 9:16 Uhr

Derzeit wird wild über einen vorzeitigen Abschied von Mesut Özil beim FC Arsenal spekuliert. Zuletzt gipfelten die Gerüchte darin, dass die Londoner angeblich versuchen würden, den 31-Jährigen aus seinem Vertrag herauszukaufen, um ihn von der Gehaltsliste zu bekommen. Nun redet der Weltmeister von 2014 Klartext: Er erklärt, warum er bis zum Vertragsende im Sommer 2021 in London bleiben will, obwohl er unter Trainer Mikel Areta keine Rolle mehr spielt. Zudem teilt er heftig gegen seine Kritiker aus.

"Meine Position ist klar, ich bleibe hier bis zum letzten Tag unserer Vereinbarung", sagte Özil in einem Interview mit dem Online-Magazin "The Athletic". "Wenn ein Verein will, dass ein Spieler geht und der Spieler das ablehnt, muss der Verein das akzeptieren, außer man findet zusammen eine Lösung. Ich will nicht gehen und entscheide selbst, wann ich gehe. Damit hat sich das", betonte er. Zuvor hatte schon Özils Berater Erkut Sögüt einen Wechsel ausgeschlossen.

"Situation macht mich nur noch stärker"

In der abgelaufenen Premier-League-Saison war Özil nur in 18 von 38 Spielen zum Einsatz gekommen. Nach der Ligaunterbrechung wegen der Corona-Pandemie machte der Mittelfeldspieler keine einzige Partie mehr. Auch beim Endspiel des FA Cups, das Arsenal gegen Chelsea gewann, stand der frühere Nationalspieler nicht im Kader.

Spekulationen über mangelnde Fitness wies Özil jedoch zurück. "Ich war vor der Pause fit genug für jedes Spiel. Und abgesehen von einer kleinen Verletzung, war ich es auch danach", sagte er und gab sich kämpferisch. "An Situationen wie diesen werde ich niemals zerbrechen, die machen mich nur noch stärker. Ich habe früher gezeigt, dass ich in die Mannschaft zurückkommen kann, und ich werde es wieder zeigen."

"Leute wollen Fans gegen mich aufbringen"

Özil ist mit geschätzten 20 Millionen Euro Jahresgehalt einer der bestverdienensten Spieler bei Arsenal. Er verteidigte aber seine Entscheidung, während der Corona-Krise einen Gehaltsverzicht abzulehnen. "Wir hatten nicht genug Details, wir sollten einfach zustimmen", sagte er. Das sei besonders für junge Spieler nicht fair gewesen, daher habe er abgelehnt.

"Wer mich kennt, weiß genau, wie großzügig ich bin", fuhr Özil fort. Und soweit er wisse, sei er nicht der einzige Spieler gewesen, der abgelehnt hat, aber nur sein Name wäre herausgekommen. "Das liegt wohl daran, dass die Leute seit zwei Jahren versuchen, mich zu zerstören und mich unglücklich zu machen. Sie wollen die Fans gegen mich aufbringen und ein Bild kreieren, das nicht der Wahrheit entspricht", rechnete er mit seinen Kritikern ab.

(bl)

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