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Özil liebäugelt schon mit Wechsel zu Fenerbahce

29.3.2020 16:18 Uhr, von Björn Lücker

Bislang hatte Berater Erkut Sögüt die Spekulationen über einen Wechsel von Mesut Özil vom FC Arsenal zu Fenerbahce Istanbul immer im Keim erstickt. Sein Schützling werde "auf jeden Fall" bei den Londonern bleiben, hatte er zuletzt gebetsmühlenartig erklärt. Doch nun folgt fast schon eine Rolle rückwärts. Ein Wechsel von Özil aus der englischen Premier League in die türkische Süper Lig erscheint plötzlich wahrscheinlicher denn je.

Zwar fühle sich Özil bei den Gunners noch immer "sehr glücklich" und an der Vertragssituation habe sich "nichts geändert". Doch Sögut kllngt bei seinen Äußerungen längst nicht mehr so überzeugend, wie noch vor ein paar Wochen. Über die sich hartnäckig haltenden Gerüche - vor allem in den türkischen Medien - die mit einem Wechsel von Özil nach Fenerbahce an den Bosporus spekulieren, sagt Sögüt bei goal.com und spox auf einmal: "Im Fußball weiß man nie."

Noch keine Vertrags-Gespräche

Denn auch Sögüt dürfte sich im Klaren darüber sein, dass einige Dinge für einen zwangsläufigen Abschied von Özil beim FC Arsenal sprechen. Der Vertrag des früheren deutschen Nationalspielers bei den Gunners läuft noch bis 30. Juni 2021. Bislang soll es noch keine Gespräche über eine Verlängerung des Kontrakts gegeben haben.

Zudem hat der mittlerweile 31-Jährige, der 2013 für 50 Millionen Euro von Real Madrid zum FC Arsenal gewechselt war, nach wie vor keinen Stammplatz sicher. Trainer Unai Emery hatte mit Özil schon gar nicht mehr geplant und ihn zum Reservisten degradiert. Unter Nachfolger Mikel Arteta, seit Dezember bei Arsenal unter Vertrag, kam Özil vor der Aussetzung des Liga-Betriebs durch die Corona-Krise zumindest wieder zu mehreren Einsätzen. Zudem stünde Özil bei Vertragsablauf auf der Insel kurz vor seinem 33. Geburtstag im Oktober 2021.

Und dann wäre da noch das üppige Salär von Özil. 19 Millionen Euro jährlich soll er bei den Gunners einstreichen. Mit Blick auf die Corona-Krise und das mögliche Verpassen der internationalen Wettbewerbe - derzeit dümpelt der Premier Ligist auf Platz neun herum - kämen dem Klub Einsparungen sicher nicht ungelegen.

Özil spielt nicht für "warme Worte"

Finanziell auf Rosen gebettet ist Ferbahce allerdings auch nicht. Kann sich der Bosporus-Klub den Megastar überhaupt leisten? Ein wesentlicher Faktor dabei wird sicher sein, wie die Türkei und der türkische Fußball die Krise meistern, die durch das Coronavirus entstanden ist. Selbst wenn Arsenal bei einer Ablösesumme aus Einspargründen und mit einer "dreizehnten Rechnung" den Mittelfeldspieler wahrscheinlich "günstig" ziehen lassen würde, wird Mesut Özil eher nicht für "nette, warmer Worte und Applaus" bei Fenerbahce in Kadiköy unterzeichnen wollen.

Und das Gehalt, das dann fällig würde, müssten die Kanarienvögel erst einmal stemmen können. Zudem würde es dem Klub Druck bringen, denn die Regeln des Financial Fair Play sind ebenso einzuhalten. Man darf gespannt sein, ob Özil in der nächsten Saison tatsächlich in seine Heimat zurückkehrt. Sögüt bringt die derzeitige Situation um Özil auf den Punkt: "Wir werden sehen, was die Zukunft bringt."

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