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Özil: "Ich wurde als Türken-Schwein beschimpft"

20.3.2020 13:17 Uhr, von Björn Lücker

Auch mehr als eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft hat Mesut Özil noch immer gemischte Gefühle, wenn er an seine neun Jahre im DFB-Team zurückdenkt.

Einerseits erinnert sich der offensive Mittelfeldspieler vom FC Arsenal gerne an die sportlichen Erfolge - mit dem Höhepunkt des Weltmeistertitels 2014 in Brasilien. Anderseits wäre da aber auch das umstrittene Foto mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor der WM 2018. Das Bild sorgte für viel Wirbel und Özil fühlte sich in der ganzen Diskussion vom DFB nicht ausreichend unterstützt. Zu allem Überfluss schied Deutschland bei der Weltmeisterschaft in Russland sang- und klanglos in der Vorrunde aus.

Danach habe es Anfeindungen gegen ihn gegeben, wie der 31-Jährige dem Online-Sportportal "The Athletic" verriet. "Nach dem WM-Aus gab es etliche Beleidigungen gegen meine Person. 'Geh zurück in dein Land', 'Du Türken-Schwein' und so weiter", wird Özil zitiert, der nach dem Scheitern bei der WM 2018 seine DFB-Karriere beendete. Wesentlich mehr Respekt habe er schon erwartet. "Ich erwarte nicht, dass man mich in Deutschland mag. Jedoch sollte man respektieren, was ich für dieses Land geleistet habe", so Özil.

Muss Özil die Gunners verlassen?

Derzeit kämpft Özil um seine Zukunft beim FC Arsenal. Denn laut "Mirror" planen die Gunners einen Mega-Umbruch des Kaders und wollen sich von einigen Stars trennen. Darunter soll auch Özil sein, bei dem immer wieder spekuliert wird, dass er Arsenal verlässt. Özil betont hingegen, dass er seinen Vertrag bei dem Premier-League-Klub erfüllen will.

Auch Özils Berater hatte in einem Zeitungsinterview vor kurzem betont, sein Schützling werde "ganz sicher" bis 2021 bei Arsenal bleiben. Allerdings erzielte der Offensivspieler in der laufenden Saison in 18 Premier-League-Einsätzen nur ein Tor. Zu wenig für seine Ansprüche - und vielleicht auch für den FC Arsenal.

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