dpa

Özil-Ausbootung sorgt für Zoff in Arsenal-Mannschaft

29.12.2020 13:31 Uhr

Vergangenen Samstag gewann der FC Arsenal 3:1 gegen Chelsea und feierte in der Premier League nach sieben sieglosen Spielen in Folge wieder einen Erfolg. Die Freude bei Spielern und Trainer Mikel Arteta war groß, insgesamt hat der Klub aber wenig zu lachen. Die Londoner dümpeln auf dem 15. Tabellenplatz herum und bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Zudem sorgt in der Krise die Ausbootung von Mesut Özil offenbar für immer größeren Streit innerhalb der Mannschaft.

Laut "Telegraph" sind einige Führungsspieler nicht damit einverstanden, dass der Weltmeister von 2014, der seit dem 7. März kein Spiel mehr für die "Gunners" bestritten hat und von Arteta in der Hinrunde der laufenden Saison noch nicht einmal für die Kader in der Premier League und Europa League gemeldet wurde, keine Chance mehr bekommt. Zumal der Klub derzeit jede Hilfe gebrauchen könnte. Die Mannschaft sei beim Thema Özil schon längere Zeit gespalten, heißt es.

Torwart Leno macht sich für Özil stark

Zu den Fürsprechern von Özil gehört offenbar Arsenal-Torwart Bernd Leno. Der frühere Keeper von Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart betonte, dass sich der 32-jährige "vorbildlich" verhalte. "Er trainiert ganz normal mit. Er verhält sich gut, er verhält sich professionell, versteht sich auch gut mit der Mannschaft und bringt keine Negativität rein", sagte er bei "Sky" und machte sich indirekt für eine Rückkehr des begnadeten Balltechnikers stark. Auch Özil selbst signalisiert immer wieder, dass er für ein Comeback bereit sei. "Natürlich würde ich mir wünschen, dass ich dem Team gerade jetzt helfen könnte", schrieb er zuletzt bei Twitter.

Auch wenn Arteta Özil, dessen Vertrag im Sommer 2021 ausläuft, zuletzt ein wenig Hoffnung machte ("Wir haben noch genug Zeit zu entscheiden"), gilt eine Rückkehr des offensiven Mittelfeldspielers als unwahrscheinlich. Zumal hinter den Kulissen laut Medienberichten bereits mit Hochdruck an einem Wechsel gearbeitet wird. Zum einen schreibt "Tuttosport", dass Juventus Turin Özil bis zum Saisonende ausleihen will und sogar bereit sein soll, einen Teil seines Megagehalts von 20 Millionen Euro im Jahr zu zahlen. Zudem ist sich die "Bild" sicher, dass Özil im kommenden Sommer zu Fenerbahce geht.

(bl)

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