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Oberster Gerichtshof prüft Ermittlungen gegen Ex-Minister

24.4.2019 23:22 Uhr

Nach eigenen Angaben prüft der Oberste Gerichtshof Algeriens Vorwürfe der Korruption gegen den früheren Energieminister Chakib Khelil. Die Vorwürfe stünden in Zusammenhang mit zwei Verträgen, die das staatliche Energieunternehmen Sonatrach illegal mit zwei ausländischen Firmen geschlossen habe, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Aus welchen Ländern die beiden Unternehmen stammten, sagte das Gericht nicht.

Untersuchungshaft für vier Unternehmer

Zuvor hatte Übergangspräsident Abdelkader Bensalah den Geschäftsführer des algerischen Energieunternehmens, Abdelmomen Ould Kaddour, entlassen. Ex-Minister Khelil gilt als enger Vertrauter des zurückgetretenen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika. Dieser hatte nach wochenlangen Massenprotesten sein Amt niedergelegt. Die Proteste dauern allerdings an und richten sich inzwischen gegen die Herrschaftselite in Algerien.

Außerdem wurde am Mittwoch nach Angaben des Obersten Gerichtshofs Untersuchungshaft für vier hochrangige Unternehmer angeordnet. Darunter sind Mitglieder der einflussreichen Kouninef-Familie, die ebenfalls Bouteflika nahe steht, so wie der Unternehmer Issad Rebrab, Chef des größten privaten Unternehmens in Algerien, Cevital. Rebrab zählt Berichten zufolge zu den reichsten Männern Afrikas.

(an/dpa)