imago images / UPI Photo

NY-Bürgermeister verspricht Gerechtigkeit

10.8.2019 21:22 Uhr

Nachdem Milliardär Jeffrey Epstein tot in seiner Gefängniszelle gefunden wurde, verspricht New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio weiterhin die Aufklärung des Missbrauchsskandals.

"Jeffrey Epstein mag seinem Tag vor Gericht entkommen sein, aber wenn die wohlhabenden Raubtiere, die an seinem Sexring beteiligt waren, glauben, dass sie gerade davongekommen sind, liegen sie falsch", schrieb de Blasio am Samstag auf Twitter. Er versprach den Opfern Gerechtigkeit.

Epstein war am Samstagmorgen gegen 6:30 Uhr Ortszeit (12:30 Uhr MESZ) von Mitarbeitern der Haftanstalt gefunden und in ein Krankenhaus gebracht worden, wie das Gefängnis im New Yorker Stadtteil Manhattan mitteilte. Dort sei er schließlich für tot erklärt worden. Das Bundesgefängnis untersteht dem Justizministerium. Epstein wurde der Missbrauch und die Prostitution Dutzender Minderjähriger vorgeworfen.

US-Justizminister Barr ordnet Untersuchung an

Wähenddessen hat US-Justizminister William Barr eine Untersuchung der Todesumstände des wegen Missbrauchs minderjähriger Mädchen angeklagten Unternehmers Jeffrey Epstein angeordnet. In einer Mitteilung Barrs hieß es am Samstag, er sei entsetzt darüber, dass Epstein nach einem "offenkundigen Suizid" in seiner Zelle in einem Bundesgefängnis in New York leblos aufgefunden wurde. "Herr Epsteins Tod wirft ernste Fragen auf, die beantwortet werden müssen." Zusätzlich zu den Ermittlungen der Bundespolizei FBI habe er - Barr - eine interne Untersuchung des Ministeriums in die Wege geleitet.

Keine besondere Beobachtung

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf einen Gefängnisvertreter, Epstein sei in der Haftanstalt zwar in einer besonderen Einheit mit strengeren Sicherheitsvorkehrungen untergebracht gewesen. Er habe aber nicht unter besonderer Beobachtung wegen möglicher Suizidgefahr gestanden. Epstein war der Zeitung zufolge bereits im vergangenen Monat mit Markierungen am Hals bewusstlos in seiner Zelle aufgefunden worden. Die "New York Times" berichtete, Gefängnisbehörden hätten schon damals wegen des Verdachts eines möglichen Selbstmordversuches ermittelt.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.