dpa

Nutzerdaten womöglich für Werbung zweckentfremdet

10.10.2019 13:25 Uhr

Unter Umständen hat Twitter Telefonnummern und E-Mail-Adressen für Werbung genutzt, die Nutzer nur zur Absicherung ihres Accounts angegeben haben. Das gilt etwa für Daten wie die Handynummer, die ein Nutzer für die Anmeldung via Zwei-Faktor-Authentifizierung hinterlegt hat.

Nützer müssen damit rechnen, dass "diese Daten möglicherweise versehentlich für Werbezwecke verwendet" wurden, teilt Twitter mit. Dies sei "speziell in unserem Werbesystem für maßgeschneiderte Zielgruppen und Partnerzielgruppen der Fall". So könnten Werbekunden von Twitter an Telefonnummern und Mail-Adressen von Nutzern des Kurznachrichtendienstes gelangt sein.

Sicher nachvollziehen, ob und in welchem Ausmaß Daten geflossen sind, kann Twitter aber offenbar nicht - entschuldigt sich aber bei seinen Nutzern. Personenbezogene Daten seien in keinem Fall an Werbepartner weitergegeben worden.

Der Systemfehler, durch den für Sicherheitszwecke erfasste Nummern und Adressen Werbezwecken zugeführt worden sein könnten, ist dem Unternehmen zufolge seit dem 17. September behoben. Nutzer, die Fragen zu dem Vorfall haben, können sich über ein Formular an den Datenschutzbeauftragten von Twitter wenden.

(gi/dpa)

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