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Nun sucht die britische Armee nach dem Drohnen-Lenker von Gatwick

20.12.2018 21:29 Uhr

120.000 Passagiere, die nicht abgefertigt werden konnten. 760 Starts wie auch Landungen, die nicht durchgeführt wurden. Drohnen haben den Flughafen Gatwick bei London nicht nur massiv gestört, sondern lahmgelegt. Um den Drohnen-Lenker zu stellen, wurde nun auch das britische Militär eingeschaltet.

Die britische Armee hat am Donnerstag die Suche nach einem Drohnen-Lenker unterstützt, der die Schließung des Flughafens Gatwick bei London ausgelöst hat. Der Flughafen war am Mittwochabend geschlossen worden, nachdem dort Drohnen gesichtet worden waren. Am Donnerstagabend stand der Airport weiter still. Mehr als 100.000 Fluggäste waren betroffen. "Wir werden die Streitkräfte einsetzen, um die Lage in den Griff zu bekommen", sagte Verteidigungsminister Gavin Williamson dem Fernsehsender Sky News. "Wir sind zur Unterstützung dort und tun, was wir können."

Sechsstellig an Fluggästen saßen am Airport fest

Was genau die Aufgabe der Armee sein sollte, sagte er nicht. Laut Willamson hatte die Polizei die Streitkräfte um Unterstützung bei der Suche nach dem Drohnen-Lenker gebeten. Dutzende Polizisten waren an der Suche beteiligt. Die Polizei ging von einer absichtlichen Störung des Flugverkehrs aus. Nachdem am Mittwochabend bereits rund 10.000 Passagiere von der Schließung des Flughafens betroffen waren, kamen am Donnerstag noch einmal 110.000 Menschen hinzu. Insgesamt 760 Flüge durften am Donnerstag nicht in Gatwick starten oder landen. Zahlreiche Passagiere saßen in den Terminals fest und hofften, rechtzeitig zu Weihnachten bei ihren Familien anzukommen.

Zunächst war am Mittwochabend eine Drohne gesichtet worden, deshalb wurden alle geplanten Flüge ausgesetzt. In der Nacht zum Donnerstag öffnete der Airport für kurze Zeit wieder - musste dann aber erneut den Flugverkehr stoppen, nachdem am Morgen eine Drohne gesichtet wurde. Die Behörden lockerten am Donnerstag das Nachtflugverbot für einige Flughäfen, damit Flüge umgelenkt werden konnten. Nach britischem Recht ist es verboten, Drohnen in der Nähe von Flugzeugen und Flughäfen fliegen zu lassen, außerdem dürfen sie eine Höhe von 122 Metern nicht übersteigen.

Die Polizei suchte am Donnerstag weiterhin nach dem oder den Verantwortlichen für die Drohne. Über dem Flughafen war ein Hubschrauber im Einsatz.Der Flughafen London Gatwick liegt südlich der britischen Hauptstadt und ist der zweitgrößte des Landes nach Heathrow. Jedes Jahr werden dort 45 Millionen Passagiere abgefertigt, obwohl der Flughafen nur über eine Start- und Landebahn verfügt.

(ce/afp)