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NSU 2.0: Türkischstämmige Anwältin erhält erneut Drohfax

5.2.2019 11:00 Uhr

Die türkischstämmige Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz hat erneut einen Drohbrief erhalten, diesmal in Form eines Faxes. Schon seit August 2018 erhält die Rechtsanwältin Drohbriefe. Dies hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigt. Zuerst hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet.

Das nunmehr vierte Schreiben dieser Art sei direkt an die Anwältin gegangen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Die Zeitung hatte zuvor berichtet, der Brief sei dem Vernehmen nach dieses Mal per Fax an das Polizeipräsidium Frankfurt geschickt worden.

Mit den früheren Drohbriefen identisch

Das Schreiben ist nach Angaben Niesens in der Aufmachung mit den früheren Drohbriefen identisch. Diese trugen die Unterschrift "NSU 2.0". Wer hinter den Faxen stecke, sei weiter unklar. "Die Ermittlungen sind im Gange", sagte Niesen.

Die Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz hatte im Prozess um Beate Zschäpe und die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) Opfer vertreten sowie in anderen Verfahren mutmaßliche islamistische Gefährder verteidigt.

Mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe wurde aufgedeckt

Nach dem ersten Schreiben im August 2018 war herausgekommen, dass Hintergrundwissen über die Anwältin aus dem polizeilichen Informationssystem eines Computers einer Beamtin des 1. Reviers in Frankfurt abgefragt worden war. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde eine mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei aufgedeckt.

(gi/dpa)