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NRW will alle Grundschüler wieder tageweise unterrichten

30.4.2020 19:13 Uhr

Die Grundschüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 11. Mai wieder tageweise in die Schule gehen. Das kündigte das Landesschulministerium am Donnerstag in einer Mail an die Schulen an.

Den Anfang sollen die Viertklässler schon am 7. Mai machen. Ab dem 11. Mai sollen dann in einem tageweise "rollierenden" System die Kinder aller Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Konkret heißt das: An jedem Werktag soll ein anderer Jahrgang in die Schule gehen - nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause.

Es solle "an einem Tag so viel Unterricht und Betreuung wie möglich" geben, hieß es in der Mail. Die Notbetreuung soll bleiben. Die gleiche Regelung gilt für die Primarstufe der Förderschulen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

Klage von zwei Viertklässler

Am Dienstag hatte das nordrhein-westfälische Schulministerium bekanntgegeben, dass ab dem 7. Mai zunächst die Viertklässler in ihre Schulen zurückkehren könnten. Zwei Viertklässler aus NRW hatten am Mittwoch allerdings Klage beim Oberverwaltungsgericht eingereicht, weil sie eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Jahrgangsstufen sehen und nicht in der nächsten Woche zurückkommen wollen.

Bei den anderen Schulformen führt das Ministerium derzeit Gespräche mit Schulen, Schulleitungen und Schulträgern über die weitere schrittweise Rückkehr der Schüler. Vor einer Woche hatte bereits der Unterricht für die Schüler der Abschlussklassen wieder begonnen.

Forscher hatten am Donnerstag vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland gewarnt. Kinder sind einer Analyse zufolge in der gegenwärtigen Coronavirus-Pandemie vermutlich genauso ansteckend wie Erwachsene. Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichtete das Team um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie.

(gi/dpa)

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