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Nordmazedonien wählt einen neuen Präsidenten

21.4.2019 8:37 Uhr

Zwei Monate nach der Umbennenung wählen die Nordmazedonen einen neuen Präsidenten. Als Favorit gilt der Kandidat der regierenden Sozialdemokraten, Stevo Pendarvoski. Die Wahllokale öffneten um 07.00 Uhr und schließen um 19.00 Uhr.

Staatschef Gjorge Ivanov, darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Pendarovskis größte Konkurrentin ist die von der rechtskonservativen Opposition unterstütze Gordana Siljanovska-Davkova. Dritter Kandidat ist der Vertreter der albanischen Minderheit, Blerim Reka. Sollte keiner der Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, findet am 5. Mai eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen statt. Das Präsidentenamt in Nordmazedonien hat vor allem repräsentative Bedeutung.

Von Mazedonien zu Nordmazedonien

Mazedonien hatte sich Mitte Februar in Nordmazedonien umbenannt. Damit wurde ein Schlussstrich gezogen unter einen jahrzehntelangen Namensstreit mit dem Nachbarn Griechenland. Der Konflikt reicht ins Jahr 1991 zurück, als die ehemalige jugoslawische Teilrepublik ihre Unabhängigkeit erklärte und für sich den Namen Mazedonien wählte. Aus Sicht Griechenlands ist der Name Mazedonien jedoch Teil des griechischen Nationalerbes und suggeriert einen Anspruch auf die nordgriechische Provinz Makedonien.Nach der Umbenennung steht einem Beitritt Mazedoniens zur Nato, der bislang von Athen blockiert worden war, nichts mehr im Wege. Das Land hofft zudem auf eine Aufnahme in die EU.

(be/afp)

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