epa/Georgi Licovski

Nordmazedonien: Neue Namensplakate auf alten Grenzschildern

13.2.2019 15:52 Uhr

Mazedonien heißt nun offiziell Nordmazedonien. Nun hat das Land angefangen, dies auch an den Staatsgrenzen sichtbar zu machen. Wie die Nachrichtenagentur MIA berichtete, klebten Arbeiter am Mittwoch am Autobahnübergang Gevgelija an der Grenze zu Griechenland Plakate mit der Aufschrift "Republik Nordmazedonien" über die Metallschilder mit dem alten Landesnamen "Republik Mazedonien".

Das kleine Balkanland hatte am Vortag den neuen Landesnamen Nordmazedonien offiziell angenommen und die diesbezügliche Regierungsverordnung im Amtsblatt veröffentlicht. Der neue Name ist Teil eines Abkommens mit Griechenland aus dem Juni des Vorjahres. Athen hatte seit der Unabhängigkeit Mazedoniens vor 27 Jahren auf der Umbenennung des nördlichen Nachbarn bestanden, weil eine Region im Norden Griechenlands ebenso heißt.

Umbennenung ermöglicht Nato-Mitgliedschaft

Als EU- und Nato-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Mit der Umbenennung ist der Namensstreit mit Griechenland beigelegt. Inzwischen ist auch der Beitritt Nordmazedoniens zur Nato eingeleitet worden.

Arbeiter hängen ein Plakat mit dem neuen Namen Nordmazedonien auf ein Grenzschild (epa/Georgi Licoski).

Am Mittwoch nahm erstmals die nordmazedonische Verteidigungsministerin Radmila Sekerinska an einem Treffen der Verteidigungsminister des nordatlantischen Bündnisses in Brüssel teil, berichtete MIA. Sie tat dies als Gast ohne Stimmrecht.

(an/dpa)