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Nordkorea will sich aus Atomgesprächen zurückziehen

15.3.2019 14:42 Uhr

Den Abbruch der Atomgespräche mit den USA erwägt nun Nordkorea. "Wir haben weder die Absicht, den US-Forderungen in irgendeiner Form nachzugeben, noch sind wir willens, uns auf Verhandlungen dieser Art einzulassen", zitierte die russische Nachrichtenagentur Tass am Freitag die nordkoreanische Vize-Außenministerin Choe Son Hui.

Kim werde demnächst das weitere Vorgehen seines Landes verkünden, sagte Choe vor Journalisten und ausländischen Diplomaten in Pjöngjang.

Die Vize-Außenministerin machte die USA für das Scheitern des Gipfeltreffens zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump verantwortlich. Außenminister Michael Pompeo und der Nationale Sicherheitsberater John Bolton hätten eine "Atmosphäre der Feindseligkeit und des Misstrauens" geschaffen und damit die "konstruktiven Bemühungen" von Kim und Trump behindert.

Kim fordert Ende der Sanktionen

Bei dem Gipfeltreffen in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi hatten Trump und Kim im Februar keine Einigung über Schritte zur atomaren Abrüstung Nordkoreas erzielt. Nordkorea hatte eine Aufhebung der Sanktionen gefordert, nach Angaben aus US-Regierungskreisen im Gegenzug aber nur angeboten, Teile der Atomanlage Yongbyon stillzulegen. Washington hält dennoch eine atomare Abrüstung Nordkoreas noch in der bis Januar 2021 laufenden Amtszeit Trumps weiterhin für möglich.

(an/dpa)