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Nobelpreisträger forscht in der Türkei

17.7.2020 18:00 Uhr, von Andreas Neubrand

Der Nobelpreisträger und Biologe Erik Jeppesen wird zusammen mit türkischen Wissenschaftlern eine Studie über die Auswirkung der globalen Erwärmung auf die Seeökosysteme in der Türkei erarbeiten.

Jeppesen ist Mitglied des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und will in der Türkei die Auswirkungen eines erhöhten Salzgehalts auf die Seebiologie erforschen. Der Wissenschaftliche-Technologische Forschungsrat der Türkei (TÜBITAK) wird den renommierten Wissenschaftler aus Dänemark dabei unterstützen.

Jeppesen hat schon mit 150 Gruppen geforscht

Jeppesen wird mit den Kollegen Meryem Beklioglu, Korhan Özkan und Zuhal Akyürek zusammenarbeiten.

Jeppesen hat mit über 150 Forschungsgruppen auf der ganzen Welt zusammengearbeitet. Dabei habe ihn seine Arbeit immer wieder nach Grönland geführt. Mit seinem neuen Projekt will er erklären, wie sich Süßwassersystem im Zuge des globalen Klimawandels verändern.

Globale Erwärmung verdoppelt Trockengebiete

"Die globale Erwärmung wird die Trockengebiete verdoppeln und viele Süßwasserseen werden sich in Salzwasserseen verwandeln. Dies wird für die Türkei ein großes Problem darstellen, da das Land ein semiarides Klima hat", so Jeppesen. Forschungen in China weisen daraufhin, dass dabei die Nahrungsketten kürzer und so die Funktionen des Ökosystems beeinträchtig werden.

Beklioglu warnt, dass in semiariden Regionen wie dem Mittelmeerraum die Niederschlagsmenge sich drastisch ändern werde. "Die Zahl der Trockengebiete auf der ganzen Welt werde sich bis zum Jahr 2100 verdoppeln." Geforscht werden soll in der südlichen Küstenprovinz Mersin aber auch in Seen in Kasachstan und Russland.

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