dha

Niedriger Wasserstand bringt "Versunkene Stadt" zum Vorschein

8.7.2019 17:51 Uhr

Der Hazar-See in der osttürkischen Provinz Elazig liegt zwischen den Bergen Hazar Baba und Mastar und ist rund 22 Kilometer lang und sechs Kilometer breit. Aufgrund des sinkenden Wasserstandes kamen nun die Überreste einer versunkenen historischen Stadt wieder an die Wasseroberfläche – und sorgen für einen Besucheransturm auf das Gewässer.

Es wird vermutet, dass die nun wieder aufgetauchte "Versunkene Stadt" bei einem Erdbeben um 1890 von den Wassermassen verschluckt wurde. Sie soll mehrere tausend Jahre alt sein und zeigt Merkmale verschiedener Zeitepochen auf.

Bald auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste?

Frühere Unterwasser-Untersuchungen hatten ergeben, dass ein Großteil der versunkenen Gebäude aus dem 11. Jahrhundert stammen. Die ältesten Überreste sollen sich jedoch auf ein Alter von über 4000 Jahre datieren lassen. Mit der Bewerbung um einen Platz auf der UNESCO-Liste erhofft man sich einen Anstieg des Tauch-Tourismus im Hazar-See.

Doch mit dem Auftauchen einiger Überreste aus den Tiefen hat auch der "normale" Tourismus einen Boost erfahren. Die Besucher unternehmen Bootstouren und können so einen ersten "Vorgeschmack" auf die "Versunkene Stadt" von Hazar erhaschen. Wie der Gouverneur von Elazig, Cetin Oktay Kaldirim, mitteilte, wolle man bald weitere Bootstouren auf dem See organisieren, um den steigenden Besucherzahlen gerecht werden zu können – und das nachhaltig, ohne den See dadurch zu schädigen.

(be)