Hürriyet

Niedriger Wasserlevel in Istanbul begünstigt Krankheiten

9.11.2020 8:25 Uhr, von an

Der Rückgang der Auslastung der Staudämme in Istanbul unter 30 Prozent birgt das potentielle Risiko für einen hohen Anteil an Schwermetallen wie Quecksilber und Eisen im Grundwasser, so ein Experte.

Mustafa Necmi Ilhan, Mitglied des Wissenschaftsrats des Gesundheitsministeriums, hat gewarnt, dass sich am Boden der Dämme aufgrund des sinkenden Wasserspiegels Schwermetalle ansammeln können. Deswegen müsse man die Wasserqualität genau prüfen und das Wasser reinigen.

Zweitniedrigster Wasserstand der letzten zehn Jahre

Der Wasserstand in den Staudämmen Istanbuls ist gegenüber dem Vorjahr um 29,3 Prozent gesunken, da die 16-Millionen-Metropole mit der Corona-Pandemie zu kämpfen hat. Es ist der zweitniedrigste Wasserstand der letzten 10 Jahre. Das Risiko einer Wasserverschmutzung durch das Vorhandensein schwerer Substanzen steige und der Wissenschaftler sagte: "Wenn der Wasserstand weiter sinkt, können schwere Substanzen zu Boden sinken und das Wasser kontaminieren. Deswegen brauchen wir einen hohen Wasserstand."

Im schlimmsten Fall könnte durch den niedrigen Wasserstand der Ausbruch von Cholera und Hepatitis A begünstigt werden. Grund für den niedrigen Wasserstand sind die besonderen Hygienevorschriften wegen der Corona-Pandemie. Der Wasserstand nähere sich zwar einer kritischen Marke, aber Wassermangel sei nicht zu erwarten. Istanbul könne bei dem derzeitigen Stand 120 Tage versorgt werden, selbst wenn es in dieser Zeit keinen Niederschlag gibt.

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