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Niederlage für Trump bei G20

30.6.2019 12:21 Uhr

In den Beschlüssen des G20-Gipfel der großen Industrienationen in Osaka sehen Klimaschützer eine "krachende Niederlage" für US-Präsident Donald Trump. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hob hervor, dass es Trump nicht gelungen sei, eine "Anti-Klimaschutz-Allianz" mit Saudi-Arabien, der Türkei, Brasilien und Russland aufzubauen.

Vielmehr gebe es wieder einen 19-zu-1-Text, der die Unumkehrbarkeit des Pariser Abkommens betone, sagte Christoph Bals von Germanwatch.

Minimalkompromiss beim Klimaschutz

Mit dem Minimalkompromiss beim Klimaschutz hatten die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen am Samstag in letzter Minute ein Scheitern des G20-Gipfels abgewendet. 19 Mitglieder - 18 Staaten plus die EU - hatten sich in dem Dokument geschlossen dazu bekannt, das Pariser Klimaabkommen umsetzen zu wollen.

Die USA hingegen hielten wie bei den Gipfeln 2017 in Hamburg und 2018 in Buenos Aires ihre abweichende Position fest. "Trump nutzt hier die Möglichkeit, Propaganda gegen das Pariser Abkommen zu machen", sagte Bals. Das werde von den anderen aber nicht mitgetragen.

(an/dpa)