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Neymar liefert gegen Kolumbien ab

7.9.2019 9:12 Uhr

Es war das erste Spiel für Neymar seit drei Monaten Pause, Klatsch und jeder Menge Wechselgerüchten. Und es schien, als ob er etwas beweisen wollte. Erfolgreich.

Neymar kehrte mit einem Tor und einer Vorlage beim 2:2 (1:2) im Länderspiel gegen Kolumbien auf den Fußballplatz zurück. Mit seinem Ausgleichstreffer in der 58. Minute bewahrte der 27-Jährige, der das Sommerloch mit seinem Wechseltheater gefüllt hatte, die Selecao gar vor der dritten Niederlage unter Nationaltrainer Tite.

Ausgepfiffen und ausgebuht

Vor allem die kolumbianischen Fans unter den 65.232 Zuschauern im US-amerikanischen Miami/Florida pfiffen Neymar, der bis zum Schluss der Transferperiode vor wenigen Tagen einen Weggang von Paris St. Germain erzwingen wollte, bei jedem Ballkontakt aus. Der seit Wochen in Schweigen versunkene Stürmer antwortete im ersten Auftritt seit seiner Sprunggelenksverletzung am 5. Juni mit einer Eckball-Vorlage zum Führungstor von Casemiro (19.) und seinem ersten Selecao-Treffer seit rund zehn Monaten. "Je mehr das Spiel seinem Ende zuging, umso mehr hat er produziert. Das war schon überraschend", lobte Tite seinen über 90 Minuten agierenden Schützling, der immer wieder von den Gegenspielern provoziert wurde.

Schubsereien und böse Worte

Auf seine üblichen Mätzchen konnte Neymar nicht verzichten, nach Schlusspfiff legte er sich noch mit dem ein oder anderen Kolumbianer an, Schubsereien und böse Worte inklusive. Luis Muriel (25./Foulelfmeter, 34.) hatte die Partie für Kolumbien zwischenzeitlich gedreht.Schon vor dem Spiel hatte Neymar in seinem Instagram geschrieben: "Überglücklich, das Trikot der Selecao überzustreifen, und noch mehr, das zu machen, was ich am meisten liebe: Fußball zu spielen. Egal, wo." Und nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff schickte er ein Foto in Jubelpose nach seinem Tor mit dem schlichten Satz: "Danke, Gott, für alles" hinterher. Die Selecao, für die der Neu-Münchner Philippe Coutinho in seinen 80 Spielminuten ab und an im Angriffsspiel Gefahr heraufbeschwor, trifft nun in der Nacht zum Mittwoch in der Neuauflage des siegreichen Copa-America-Finals in Los Angeles auf Peru.

(be/afp)

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