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New York: Basquiat lebt weiter

16.3.2019 7:02 Uhr

Das Spielen mit Sprache und Rythmus war seine Welt. Als Graffitikünstler, Maler und Zeichner hat Jean-Michel Basquiat (1960-1988) als erster afroamerikanischer Künstler den Durchbruch in der Kunstwelt geschafft. Und noch heute hält die Begeisterung für die Gemälde des verstorbenen Künstlers an. Derzeit vor allem in New York, denn dort ist die erst vergangene Woche eröffnete Basquiat-Retrospektive in den neu eröffneten Ausstellungsräumen der Brant Foundation bis zum Ende der Schau im Mai bereits restlos ausverkauft.

Zu sehen sind dort über vier Stockwerke rund 70 Arbeiten Basquiats, der mit seinen Gemälden im Graffiti-Stil in den 1980er Jahren die New Yorker Galerieszene aufmischte.

Club 27 - Kurze, aber steile Karriere

Basquiat starb 1988 im Alter von nur 27 Jahren an einer Überdosis Heroin nach einer kurzen aber steilen Karriere. Er zählt zu den posthum erfolgreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Schlagzeilen machte sein Gemälde "Untitled" eines schwarzen Totenkopfs auf blauem Untergrund, das im Mai 2017 für die Rekordsumme von 110 Millionen Dollar (97 Mio Euro) versteigert wurde. In seinen ausdrucksstarken Bildern griff Basquiat mit Skelett- und Cartoon-artigen Schädeln auch die Herkunft seiner Eltern aus Puerto-Rico und Haiti auf.

Am Dienstag eröffnete in New York außerdem die Schau "Xerox" in der Galerie Nahmad Contemporary, die Fotokopie-Arbeiten Basquiats zeigt. 1979 fertigte er die erste Serie an Collagen mit Xerox-Druckern, die nach der Herstellerfirma benannt sind. "Der Prozess des Fotokopierens wurde so wesentlich für seine Arbeit, dass er letztlich in eine eigene Xerox-Farbmaschine für sein Atelier investierte", schreibt die Galerie.

(sis/dpa)