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Neureuther vergeigt Spitzenplatz bei Comeback

20.12.2018 15:38 Uhr

Ein Fahrfehler im Finale hat Felix Neureuther das mögliche Traum-Comeback im Slalom-Weltcup gekostet. Als Vierter des ersten Laufs fiel er beim Rekord-Sieg von Marcel Hirscher noch zurück auf Rang 27.

"In einer anderen Situation wie der heutigen bei mir wäre es noch bitterer gewesen. Aber ich muss das Positive mitnehmen", sagte Neureuther dem BR-Fernsehen in Saalbach-Hinterglemm. "Das Gute ist, dass der Speed passt." Schon am Samstag geht es mit einem Slalom in Madonna di Campiglio weiter.

"Bin gar nicht enttäuscht"

Nach mehr als einjähriger Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses und mit großem Trainingsrückstand nach einem Daumenbruch war der 34-Jährige in den Wettkampf gestartet und hatte im ersten Durchgang sofort überzeugt. "Ich bin gar nicht enttäuscht. Für uns als Team ging es darum zu sehen: Wo steht er. Er hat es gut gelöst. Das ist einfach das Risiko des Rennfahrers, das er da eingeht", sagte Alpinchef Wolfgang Maier. Neureuther selbst sagte: "Ich habe es einfach zu frech probiert."

Bester Deutscher Skirennfahrer in Österreich war überraschend David Ketterer auf Platz 18. Besser war er nie. "Es ist immer mehr drin, aber ich bin sehr zufrieden, dass ich im Ziel bin und ein gutes Ergebnis habe", sagte der 25-Jährige. Dominik Stehle war ebenfalls schneller als Neureuther und kam auf Platz 25.

Hirscher stellt Rekord auf

Der Sieg ging an Marcel Hirscher aus Österreich, der zum 63. Mal in seiner Karriere gewann und nun alleine auf Rang drei der ewigen Bestenliste steht. Kein Österreicher hat zudem mehr Weltcup-Siege als der 29-Jährige, weltweit vor ihm liegen nur noch Lindsey Vonn aus den USA mit 82 Siegen und Ingemar Stenmark aus Schweden mit 86 Erfolgen. Zweiter im Slalom wurde etwas überraschend Loic Meillard aus der Schweiz vor Henrik Kristoffersen aus Norwegen.

(bl/dpa)