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Neues Angebot an den Iran nötig

23.7.2019 13:23 Uhr

Nur mit einem neuen Angebot an den Iran könne man die Spannungen in der Straße von Hormus findet zumindest der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt. Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens müssten US-Präsident Donald Trump überzeugen, ein Angebot an den Iran zu formulieren, das Atomabkommen neu zu verhandeln,"das ihn zurückbringt an den Verhandlungstisch", sagte Hardt am Montag im SWR2-«Tagesgespräch".

Im Idealfall sei dies eine Antwort des UN-Sicherheitsrates, bei dem auch Russland und China als Veto-Mächte und Partner des Atomabkommens auch involviert sind.

Rechtswidrig einen Tanker gestoppt

Am Freitag vergangener Woche hatten die Iranischen Revolutionsgarden den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" in der Straße von Hormus gestoppt. Der Tanker habe internationale Vorschriften nicht beachtet, erklärten die Revolutionsgarden. Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art. Der Tanker sei rechtswidrig in den Gewässern des Omans gestoppt worden, erklärte dagegen der britische Außenminister Jeremy Hunt. Die britische Regierung prüft eine"Reihe von Optionen" gegen den Iran. Aufgeheizt hat sich die Lage zwischen dem Iran und dem Westen seit dem Austritt der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit Teheran.

Der CDU-Politiker Hardt sagte, dass der Konflikt mit dem Iran militärisch nicht zu lösen sei. Selbst wenn das Land militärisch "niedergerungen" werden könnte, wären die Folgen für die Zivilbevölkerung und die Nachbarstaaten verheerend."Ich glaube, dass Donald Trump selbst auch nicht an eine militärische Lösung glaubt", sagte Hardt. Er glaube an Druck und wenn der Westen in dem Konflikt wieder geschlossen auftrete, ließe sich auch ein"neues Fenster für diplomatische Lösungen öffnen".

(an/dpa)

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