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Neuer Vorstand beim Effzeh gewählt

8.9.2019 20:23 Uhr

Vorstandswahl beim 1. FC Köln ist immer auch etwas wie Karneval am Rhein. Klar war, das Urgestein des Effzeh, der Ex-Keeper Harald "Toni" Schumacher - in Köln auch "der Tünn" genannt - würde nicht mehr mit von der Partie sein. In der Lanxess Arena von Köln wurden dann Werner Wolf, Eckhard Sauren und Jürgen Sieger mit überragender Mehrheit in den Vorstand gewählt. Die große Zustimmung war allerdings selbstverständlich, denn es stand niemand sonst zur Wahl an. Ziel wird es sein, die Klasse zu halten und nicht in die 2. Liga abzusteigen.

Der alte Vorstand mit dem im März zurückgetretenen Präsidenten Werner Spinner, der nicht an der Versammlung teilnahm, und den beiden Stellvertretern Toni Schumacher und Markus Ritterbach war seit 2012 im Amt. Nach Spinners Aus rückte der Anwalt Stefan Müller-Römer interimsweise in den Vorstand auf. Schumacher und Ritterbach hatten erwogen, mit einem neuen dritten Mann ein weiteres Mal zu kandidieren, entschieden sich aber letztlich dagegen. Eine weitere Zusammenarbeit mit Müller-Römer hatten die beiden bereits kategorisch ausgeschlossen.

Tünn: "Kein Streit bei den Vorstandswahlen auf dem Rücken des Effzeh"

"Eine Auseinandersetzung auf dem Rücken des Geißbocks kommt für mich nicht infrage", sagte Schumacher am Sonntag: "Ich wollte dieses Endspiel nicht, obwohl ich Endspiele liebe. Die Entscheidung liegt nun beim Souverän des Vereins, bei den Mitgliedern. Ich hege keinen Groll und Zorn." Somit war der Weg für den ehemaligen Brauerei-Geschäftsführer Wolf frei. "Das ist ein überwältigendes Ergebnis, mit dem wir alle nicht gerechnet haben", sagte der Nachfolger von Werner Spinner, der in seiner Funktion als Präsident 150.000 Euro erhält. Seinen Stellvertretern stehen 100.000 Euro zu, als sportliche Berater will Wolf den ehemaligen FC-Trainer Erich Rutemöller und Jörg Jakobs ins Boot holen. Womöglich könnten auch die ehemaligen Kölner Spieler Lukas Podolski und Thomas Häßler in einer noch nicht definierten Funktion zurückkehren.

Bereits vor der Vorstandswahl, die den Abschluss der sechseinhalbstündigen Mitgliederversammlung bildete, hatte Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle die positiven Geschäftszahlen des Vereins präsentiert. Bei einem Jahresumsatz von 114,6 Millionen Euro (Vorjahr: 171,8 Mio.) erzielte der FC einen Gewinn von 2,4 Millionen Euro vor Steuern (Vorjahr: 27,4 Mio.). Die Kölner kehrten im Sommer als Zweitligameister in die Bundesliga zurück.

(ce/afp)

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