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Neuer Tiefstand bei Teilnehmerzahl der "Gelbwesten"

26.5.2019 0:38 Uhr

Als die "Gelbwesten" am 17. November erstmals auf die Straßen strömten, waren es knapp 282.000 Menschen in ganz Frankreich. Über die Monate wurde es allerdings immer weniger. Zum Teil distanzierten sich die Teilnehmer von den Gewaltausbrüchen bei den Protestmärschen, zum Teil sahen sie ihre Forderungen durch Präsident Macron erfüllt und bei manchen setze einfach die Protestmüdigkeit ein. Heute waren es gerade einmal knapp 12.500 "Gelbwesten", die im ganzen Land protestierten - die Veranstalter selbst sprechen allerdings von insgesamt 35.100 Teilnehmern.

In der Stadt Amiens im Norden des Landes demonstrierten Franceinfo zufolge mehrere Hundert Menschen. Amiens im Département Somme ist die Heimatstadt von Staatschef Emmanuel Macron. Sie seien gekommen, um Macrons Stadt einzunehmen, riefen einige der Demonstranten dem Bericht zufolge. Die "Gelbwesten" protestieren seit einem halben Jahr gegen die Macrons Reformpolitik.

Es kam erneut zu Spannungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. In Paris und Amiens schoss die Polizei vereinzelt Tränengas in Richtung der Demonstranten, wie Bilder von BFMTV zeigten.

Auch in Lyon, wo am Freitag bei einer Explosion 13 Menschen verletzt wurden, fand eine Demonstration der "Gelbwesten" statt. Die zuständige Präfektur hatte zuvor die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt erhöht und die Bevölkerung aufgefordert, aufmerksam zu bleiben.


(be/afp/dpa)

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