epa/Domenic Aquilina

Neuer Termin zum Thema Seenotrettung gesucht

3.9.2019 18:14 Uhr

Am 19. September wird nicht wie geplant ein EU-Sondertreffen zum Thema Seenotrettung stattfinden. Derzeit werde nach einem neuen Termin gesucht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus EU-Kreisen.

Malta hatte die zuständigen Minister Deutschlands, Frankreichs, Italiens sowie des EU-Ratsvorsitzenden Finnland ursprünglich für den 19. September eingeladen, um sich auf eine Übergangslösung zur Umverteilung von Bootsflüchtlingen zu einigen. Am Vortag sollte es ein Treffen auf Beamtenebene geben.

Menschen müssen Wochenlang auf Schiffen ausharren

Die Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Migranten an Bord die Einfahrt in ihre Häfen versagen. Beide Länder hatten dies zuletzt mehrfach getan und gefordert, dass andere EU-Staaten vorher zusagen, ihnen alle Migranten an Bord der Schiffe abzunehmen. Die Menschen mussten daraufhin oft mehrere Wochen auf den Schiffen ausharren.

Erst am Montag war das deutsche Rettungsschiff «Eleonore» mit mehr als 100 Migranten nach einwöchiger Blockade im Mittelmeer in Italien angelandet. Die Lage an Bord war schon seit Tagen heikel. Das als private Motorjacht registrierte Boot war für die vielen Menschen viel zu klein. In der Nacht zum Montag kam ein Gewittersturm dazu. Kapitän Claus-Peter Reisch rief daraufhin den Notstand aus und steuerte trotz Verbots der italienischen Regierung nach Sizilien. Deutschland und vier weitere EU-Länder erklärten sich bereit, die 104 Migranten aufzunehmen.

(an/dpa)

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