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Neue Verhandlungen in Dafur-Konflikt

6.12.2018 19:40 Uhr

Nach Angaben des Auswärtigen Amts kam es sowohl zu einem Waffenstillstand als auch zur Wiederaufnahme von formellen Friedensverhandlungen zwischen der Regieurng und mehreren Rebellengruppen aus dem ostafrikanischen Sudan. Eine entsprechende Einigung sei am Donnerstag in Berlin erzielt worden, teilte das Auswärtige Amt mit.

Die beteiligten Konfliktparteien hätten ebenso wie Vertreter der Vereinten Nationen ein Abkommen unterzeichnet, das Grundlagen für die anstehenden Verhandlungen unter der Mediation Katars vorsehe. Die Gespräche sollen demnach bereits im Januar in Doha starten.

Konflkt dauert seit 2003 an

Der Konflikt brach 2003 in Darfur im Westen des Sudans zwischen Volksgruppen, die mehr politische Mitbestimmung forderten, und der Regierung in Khartum aus. Regierungskräfte und die verbündete arabische Miliz Dschandschawid gingen dabei brutal gegen die Bevölkerung vor, schätzungsweise wurden rund 300 000 Menschen getötet und Millionen vertrieben. Sudans Präsident Omar Al-Baschir wird vom Internationalen Strafgerichtshof per Haftbefehl gesucht, ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, alle Seiten hätten nun Kompromissbereitschaft gezeigt. Damit sei unter deutscher Vermittlung ein "bedeutender Schritt in Richtung Frieden" gemacht worden. "Ich rufe alle Parteien dazu auf, sich weiterhin konstruktiv in den Friedensprozess einzubringen."

(an/dpa)