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Neue Trends auf dem Food-Markt

1.3.2019 7:15 Uhr

Einige neue Trends sollen die internationale Food- und Gastroszene im Jahr 2019 erobern. Ein besonderer Fokus fällt auf neue Fleischalternativen, aus dem Meer stammendes Gemüse und Snacks, die aus Hanf zubereitet sind. Mit Spannung bleibt zu erwarten, welche Trends sich in den Restaurants, an den Streetfood-Ständen und in den Küchen tatsächlich durchsetzen.

Scheinbar unerschöpfliche Kreativität

Man sollte meinen, inzwischen wären alle Alternativen zu Fleisch entdeckt, da zaubert die Branche wieder neue aus dem Hut. Die bereits bewährten Fleischersatz-Produkte wie Tofu und Seitan bekommen Konkurrenz von der Jackfrucht und Sonnenblumenhack. Die Jackfrucht, eine südasiatische Baumfrucht, hat man bereits im vergangenen Jahr hier und dort gesehen. Ihr gelbliches Fruchtfleisch kann wunderbar weiterverarbeitet werden. Wichtig ist jedoch, dass es unreif und somit nahezu geschmacklos ist. Marinade, Gewürze und Öle verleihen ihm schließlich den Geschmack, den es haben soll. Weil die Frucht eine sehr fasrige Konsistenz hat, ist sie Fleisch optisch zum Verwechseln ähnlich – sogar in der "pulled" Variante könnte man sie für "Pulled Pork" halten.

Was mit der Jackfrucht vielleicht nicht möglich ist, dürfte mit Sonnenblumenhack gelingen. Mit dem aus Sonnenblumenkernen hergestelltem Fleischersatz lässt sich praktisch alles kochen, was man mit regulärem Hackfleisch machen kann: Bolognese, Burger-Patties, Chili und vieles mehr. Eine schmackhafte nussige Note bringen die Kerne von sich aus mit. Ein Einweichen in Wasser ist vor der Zubereitung nicht notwendig, lediglich ein leichtes Anfeuchten.

Reichhaltiges Meeresgemüse

Neben Nori-Algenblättern, die dank Sushi längst keine Neuheit mehr sind, sollen Kelp-Nudeln, Wasserliliensamen und Algenchips einen festen Platz auf dem Food-Markt erhalten. All diese aus dem Meer stammenden Lebensmittel sind leicht zu verarbeiten und enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, z. B. Kalzium, Eisen und Omega-3-Fettsäuren. Im Trend liegt darüber hinaus Algenöl, mit dem man Gerichten einen maritimen Geschmack verleihen kann, ohne Meeresfrüchte oder Fisch zu verwenden.

Grünes Superfood

Als pflanzliche Eiweißquelle sind Hanfsamen und Hanfpulver bereits in Drogerie- und Supermärkten mit einer breiteren Produktpalette erhältlich. Der Hanf soll nun aber raus aus der Nische und auf unseren täglichen Speiseplan. Dies beispielsweise in Form von Müslis, Keksen und Riegeln. Mit Hanföl lassen sich Salatdressings zubereiten und andere Gerichte verfeinern. Auch Hanflebensmittel enthalten zahlreiche wertvolle Nährstoffe, u. a. Kalzium, Magnesium, Kalium und verschiedene B-Vitamine, dafür jedoch nur wenige Kalorien. Und keine Sorge: Das für einen Rausch sorgende THC ist in Hanfsamen, -pulver und -öl in so geringer Dosis enthalten, dass man nicht befürchten muss, high zu werden. Völlig legal sind diese Produkte natürlich auch.

(jk)