DHA

Neue Transportregeln für Istanbul und Ankara

14.4.2020 15:26 Uhr

Die beiden größten Städte der Türkei, Istanbul und Ankara, die gestern zusammen mit 29 anderen Provinzen eine Ausgangssperre von 48 Stunden beendet haben, lassen seit Wochenbeginn neue Transportregeln greifen. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung des Coronavirus in der Türkei auszubremsen. Da wollen die Metropolen mit gutem Beispiel vorangehen.

Im Rahmen der neuen Vorschriften, die von den Büros des Gouverneurs der Stadt eingeführt wurden, müssen Pendler und Fahrer in Istanbul während der Reise Schutzmasken tragen. Passagiere dürfen die öffentlichen Verkehrsmittel nur benutzen, wenn sie Gesichtsmasken tragen. Einige Fahrer von Metrobussen tragen Schutzkleidung.

Nur 50 Prozent Auslastung bei Transportmitteln

Um die ordnungsgemäße Umsetzung der Regeln zur sozialen Distanzierung zu gewährleisten, werden innerstädtische Verkehrsfahrzeuge nur zu 50 Prozent ausgelastet sein. Das bedeutet, dass nur jeder zweite Sitz belegt sein darf. Die Anzahl der stehenden Passagiere darf die Anzahl der sitzenden Reisenden nicht überschreiten. Pendler müssen auch den Fensterplatz einnehmen und die Gangplätze leer lassen. Nach den neuen Vorschriften sind Desinfektionsmittel an allen Fahrzeugen des öffentlichen Nahverkehrs und an allen Haltestellen installiert.

Die Hauptstadt Ankara, die bevölkerungsmäßig zweitgrößte Provinz des Landes, hat außerdem zusätzliche Vorschriften für den öffentlichen Verkehr eingeführt. Sie sollen den Menschen helfen, die Regeln der sozialen Distanzierung einzuhalten. Das öffentliche Bussystem der Stadt wird regelmäßig betrieben. An Wochentagen fährt die U-Bahn alle sieben Minuten von 7.00 bis 9.30 Uhr und zwischen 16.00 und 20.30 Uhr. Außerhalb dieser Zeiten fahren die U-Bahnen alle 15 Minuten. Wie in Istanbul müssen Pendler Gesichtsmasken tragen und diejenigen, die diese Regel ignorieren, werden mit einer Geldstrafe belegt.

(ce)

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