dpa

Neue Töne von Donald Trump: "Keiner mag mich"

29.7.2020 22:35 Uhr

Er strotzt sonst vor Selbstvertrauen, doch solche Sätze hat die Welt von Donald Trump noch nicht gehört. "Keiner mag mich", sagte der US-Präsident bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus und sorgte für ein leises Raunen unter den anwesenden Journalisten.

Mit der Äußerung spielte Trump auf seine gesunkenen Zustimmungswerte sowohl in der Corona-Krise, als auch mit Blick auf die Wahlen in den USA am 3. November an.

"Muss an seiner Persönlichkeit liegen"

Trump beklagte, dass der bekannte Virologe Anthony Fauci, führender Corona-Experte des Landes, höhere Popularitätswerte habe, als er. "Das muss an seiner Persönlichkeit liegen", spielte er die Sache ironisch herunter. Der Präsident hatte Fauci in den vergangenen Wochen wiederholt kritisiert und versuchte bislang, dessen Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen.

100 Tage vor der US-Wahl liegt Trump deutlich hinter dem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Ihm wird vor allem der falsche Umgang mit der Corona-Pandemie zur Last gelegt und vorgeworfen, die Krise zu lange verharmlost zu haben. Erst in der vergangenen Woche zeigte Trump einen Sinneswandel und machte sich für die allgemeine Nutzung eines Mund-Nasen-Schutzes stark. Zuvor hatte er dies, vor allem für sich selbst, stets strikt abgelehnt.

(bl)

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