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Neue Funde bei Ausgrabungen in Bergama

5.7.2020 18:15 Uhr, von Andreas Neubrand

Neue Funde bei Ausgrabungen in Bergama in der Provinz Izmir, deuten darauf hin, dass die Region früher besiedelt wurde als angenommen.

Die Artefakte wurden bei den Ausgrabungen im "Unteren Viertel" in Bergama gefunden. Die Stätte wurde in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

"Oberes Viertel" und "Unteres Viertel"

Die antike Stadt, die einst Pergamon genannt wurde, teilt sich in das "Obere Viertel" und das "Untere Viertel". Im "Oberen Viertel" lebten die Könige und Generäle und im "Unteren Viertel" die einfachen Menschen. Dies spiegelte sich auch in der unterschiedlichen Architektur wider. Das zeigen nun die neusten Funde.

Bei den jüngsten Ausgrabungen im "Unteren Viertel" wurde eine Parfümölflasche gefunden, die als "Aryballos" bezeichnet wird, zusammen mit einer als "Fibula" bekannten Anstecknadel. Beide Funde sollen aus dem 6. oder 7. Jahrhundert stammen.

Zivilisation ist älter als gedacht

Dies belegt, dass die Zivilisation in der Region wesentlich älter ist, als man bisher angenommen hat.

Die Ausgrabungen werden sich über das ganze Jahr hinziehen. Doch die dabei entdeckte Funde leisten wichtige Beiträge zur antiken Stadt Pergamon.

Spuren deuten auf archaische Zeiten hin

Nilgun Ustura vom Bergama-Museum erklärte, dass sich unter den hellenistischen und römischen Schichten auch Spuren einer früheren Siedlung befinden. Nun versuchen sie die Reichweite der Stadt zu bestimmen.

"Es war möglich, frühe Funde aus den hellenistischen und römischen Zeiten zu finden. Doch nun haben wir im "Unteren Viertel" archaische Spuren gefunden. Diese Daten sind für die Stadtgeschichte von enormer Bedeutung."

Artefakte wurden zunächst sichergestellt

Die Artefakte wurden zunächst sichergestellt. Danach werden sie untersucht, katalogisiert und später im Bergama Museum ausgestellt.

Zu der Sammlung des Museums zählen unter anderem eine Statue des Kaisers Hadrian, ein Fußbodenmosaik mit einem zentralen Medusenkopf und ein steinernes Pferd aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Außerdem Schrifttafeln, Reliefs und ein Akroterion mit einer schwebende Nike zu den Ausstellungsstücken.

Die ausgestellten Artefakte stammen aus Ausgrabungen in den antiken Städten Pitane, Myrina, Gryneion und den Seegbeiten Kestel und Yortanli Dam.

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