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Neue "Gelbwesten"-Proteste: Eiffelturm und andere Museen schließen

6.12.2018 19:56 Uhr

Das Pariser Wahrzeichen, der Eiffelturm, wird am Samstag geschlossen bleiben. Damit will man sich auf die zu erwartenden erneuten Proteste der "Gelbwesten" vorbereiten.

Wegen der erwarteten Gewalt bei den "Gelbwesten"-Protesten wird am Samstag das Pariser Wahrzeichen dichtgemacht: Der Betreiber des Eiffelturms kündigte am Donnerstag an, den Turm am Samstag für Besucher zu schließen. Die erwarteten Ausschreitungen bei den Demonstrationen machten es unmöglich, für die "angemessene Sicherheit" zu sorgen, hieß es. Auch andere Sehenswürdigkeiten bleiben am Samstag geschlossen.

Massive Einschränkungen zu erwarten

Paris-Besucher müssen mit massiven Einschränkungen rechnen. Zahlreiche Museen, darunter der weltberühmte Louvre und das Musée d´Orsay, bleiben geschlossen, wie Kulturminister Franck Riester mitteilte. "Wir müssen unsere Kulturstätten in Paris und überall in Frankreich schützen", sagte Riester. Auf dem bei Touristen beliebten Boulevard Champs-Elysées sollen am Samstag die Geschäfte geschlossen bleiben. Die Polizeipräfektur wies die Einzelhändler an, ihre Türen und Zugänge am Tag vor dem zweiten Advent zu versperren, wie aus einem Schreiben hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. Auch umliegende Straßen sind demnach betroffen, etwa die vor dem Elysée-Palast, dem Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron. Dort haben die "Gelbwesten" ebenfalls zu Protesten aufgerufen. Die Regierung rechnet mit massiver Gewalt. Sie hat landesweit die Mobilisierung von mehr als 65.000 Sicherheitskräften angekündigt.

Ebenfalls zu: die Pariser Katakomben, der Grand Palais und mehr

Zu den betroffenen Museen gehören auch Touristen-Magneten wie die Pariser Katakomben sowie der Grand Palais mit seiner Miró-Ausstellung, wie die Einrichtungen mitteilten. Auch das Museum für Moderne Kunst und das Wissenschaftsmuseum Palais de la Découverte bleiben geschlossen. In beiden Pariser Opern - am Opern-Platz sowie am Bastille-Platz - fallen die Vorstellungen aus.Vergangenes Wochenende war es auf den Champs-Elysées und rund um den Triumphbogen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Der Arc de triomphe wurde mit Parolen beschmiert. Bei den Protesten wurden mehr als 260 Menschen verletzt, es entstand ein Sachschaden in Millionenhöhe.

(be/afp)