epa/Abir Sultan

Netanjahu: Die Welt muss gemeinsam gegen den Iran vorgehen

23.1.2020 23:01 Uhr

Die Staatengemeinschaft müsse sich entschlossen gegen den Iran positionieren. Dies hat nun der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bei der internationalen Holocaust-Gedenkveranstaltung gefordert. Er forderte eine "gemeinsame und entschlossene Haltung gegen das antisemitischste Regime der Welt, das Atomwaffen entwickeln und den einzigen jüdischen Staat zerstören will", sagte der 70-Jährige am Donnerstag bei einer internationalen Großveranstaltung in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem.

Der Iran unterdrücke sein eigenes Volk und bedrohe die Weltsicherheit. "Israel wird alles tun, was wir müssen, um unseren Staat und unser Volk zu verteidigen."

Befreiung von Auschwitz vor 75 Jahren

Staats- und Regierungschefs aus fast 50 Ländern erinnerten in Yad Vashem in Israel an die Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums handelt es sich um das größte Staatsereignis seit der Gründung Israels 1948. Am kommenden Montag, dem 27. Januar, jährt sich zum 75. Mal die Befreiung von Auschwitz im von Nazideutschland besetzten Polen. Nach Schätzungen wurden dort mehr als eine Million Menschen ermordet, zumeist Juden.

Netanjahu würdigte den Kampf der alliierten Mächte und deren Sieg über Nazideutschland. Sie hätten dafür einen immensen Preis zahlen müssen. "Aber gerade heute müssen wir sagen: Für sechs Millionen Juden, darunter 1,5 Millionen Kinder, wurden die Tore zur Hölle zu spät geschlossen."

Auschwitz sei für die Juden "das ultimative Symbol jüdischer Hilflosigkeit", sagte Netanjahu. Mit dem Staat Israel habe man dagegen heute "eine Stimme, ein Land und ein Schutzschild".

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