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Ribery soll TV-Experten geschlagen haben

12.11.2018 11:33 Uhr

Bayern Münchens Altstar Franck Ribery soll am Samstagabend nach dem Bundesliga-Topspiel bei Borussia Dortmund (2:3) an einem Disput mit dem französischen TV-Experten Patrick Guillou beteiligt gewesen sein.

FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic bestätigte der Bild-Zeitung eine "Auseinandersetzung", die sich gut eine Stunde nach dem Ende des Fußball-Klassikers zugetragen haben soll.

Treffen vereinbart

"Franck Ribery hat uns informiert, dass er mit seinem Landsmann Patrick Guillou, den er seit vielen Jahren gut kennt, eine Auseinandersetzung hatte. Wir haben mit Patrick Guillou noch am Samstagabend vereinbart, dass wir zeitnah bei einem persönlichen Treffen darüber sprechen, wie wir die Angelegenheit aus der Welt schaffen", sagte Salihamidzic der Bild: "Herr Guillou hat bereits signalisiert, dass dies auch in seinem Interesse ist."

Guillou arbeitet für den katarischen Sender beIN Sports, der auch über die Bundesliga berichtet. Der 48-Jährige war selbst Fußball-Profi und später Co-Trainer bei Girondins Bordeaux (unter Willy Sagnol) sowie beim VfL Wolfsburg (unter Valerien Ismael).

Kahn: "Da stimmt es im Kopf nicht"

Nach der Niederlage in Dortmund sorgte auch Mats Hummels für Kopfschütteln. Als der Nationalspieler eine Erkältung als Grund für seine ungewohnten Fehler im Spiel anführte, trauten Oliver Kahn und Lothar Matthäus ihren Ohren kaum. "Da frage ich mich, was in den Spielern vorgeht", sagte Kahn im ZDF-Sportstudio: "Man muss sich doch nachher nicht hinstellen und sagen, man war krank. Das interessiert keinen. Da stimmt es beim einen oder anderen im Kopf nicht."

Sky-Experte Matthäus fand den Einsatz des Nationalverteidigers "nicht unbedingt nachvollziehbar", zumal Trainer Niko Kovac von dessen Erkältung wusste: "Hier musst du elf Spieler haben, die Krieger sind, die in körperlicher Verfassung sind."

Hummels ärgert sich

Hummels war dies nach eigener Aussage nicht, wollte aber trotzdem unbedingt spielen. "Ich ärgere mich, dass ich es gemacht habe", sagte er später. Vor allem darüber, "dass ich zur Halbzeit nicht spätestens gesagt habe, es macht kein Sinn. Weil alles so ein bisschen dumpf und verschwommen im Kopf ist. Dann ist das bei einem Spiel auf so hohem Niveau schwer umzusetzen. Ich lebe normalerweise davon, dass ich schnell denke, dass war heute zweimal nicht der Fall, ganz schlimm."

Deshalb habe er selbst um seine Auswechslung gebeten, berichtete der 29-Jährige. "Ich habe zwei Fehler gemacht, wie ich sie seit 2010 nicht drin hatte. Da habe ich gesagt: Es macht keinen Sinn mehr. Nicht, dass ich noch so ein Ding drin habe und wir fangen einen."

Kovac verlässt sich auf die Ärzte

Die Frage bleibt, warum Kovac Hummels trotzdem einsetzte. Der habe in der Halbzeit nochmal auf seine Probleme hingewiesen, bestätigte der Trainer. "Aber unsere Ärzte haben ihm ein Medikament verabreicht, und es hieß, es sei alles okay. Ich habe ihn gefragt: "Bist Du sicher, dass du spielen kannst?" Und er sagte ja. Sonst hätten wir ihn nicht wieder rausgeschickt."

(BL/AFP)

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