dpa

Nervöse Anleger lassen Dax ins Minus rutschen

21.1.2020 13:39 Uhr

Am Dienstag hat sich der Dax wieder ein Stück weit von seinem rund zwei Jahre alten Rekordhoch bei 13 596 Punkten entfernt. Der deutsche Leitindex konnte seine im frühen Handel erzielten Verluste zwar etwas eindämmen, gab bis zum Mittag aber immer noch um 0,46 Prozent auf 13 486,65 Punkte nach. Dass die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im Januar überraschend deutlich gestiegen waren, ließ die Anleger weitgehend kalt.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte stoppte seine jüngste Rekordjagd und verlor 0,61 Prozent auf 28 635,59 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand 0,84 Prozent im Minus.

Als Belastungsfaktor für die Märkte verwiesen Händler auf die gestiegene Nervosität angesichts der sich ausbreitenden neuartigen Virus-Lungenkrankheit in China.

Chinesische Lungenkrankheit drückt Lufthansa

Am Dax-Ende büßten die Aktien der Lufthansa 2,17 Prozent ein. Die Meldungen zu der neuartigen Lungenkrankheit vergällten den Anlegern das Interesse an den Papieren der Fluggesellschaft.

Der im Nebenwerte-Index SDax gelistete Baumaschinenhersteller Wacker Neuson reduzierte erneut seine Gewinnprognose. Im Rahmen einer Vorratsbereinigung in Nordamerika sei es zu umfangreichen Abverkäufen von Neumaschinen und Abwertungen von Rohmaterialien gekommen, hieß es. Zudem fehlten Hinweise zum neuen Geschäftsjahr 2020, schrieb ein Händler. Die Aktien sackten am Index-Ende um mehr als 8 Prozent ab.

Schlechte Nachrichten kamen auch von Heidelberger Druckmaschinen: Der Druckmaschinenhersteller senkte seine Erwartungen an das Gesamtjahr. Hintergrund sind schlechte Geschäfte in wichtigen europäischen Märkten im dritten Geschäftsquartal, woran sich zunächst nach Einschätzung des Unternehmens nichts ändern wird. Die Papiere knickten um knapp 5 Prozent ein.

Im MDax sicherten sich die Aktien von Hugo Boss mit einem Plus von 5,5 Prozent den ersten Platz. Eine überraschend gute Geschäftsentwicklung im wichtigen Weihnachtquartal verlieh den Papieren des Modeunternehmens Rückenwind.

(an/dpa)

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