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Nebeneffekt von Corona: In der Türkei wird weniger geraucht

30.7.2020 17:47 Uhr

Die Corona-Krise hat auch ihre guten Seiten: Während der Pandemie rauchen viele Menschen in der Türkei weniger oder wollen sogar ganz aufhören. Das wurde im Rahmen einer Raucher-Studie bekannt, die der Grüne Halbmond der Türkei, eine Organisation gegen Rauchen und Alkoholismus, seit 15 Jahren mit 2500 Personen durchführt.

Etwa 85 Prozent der Befragten erklärten demnach, dass sie während der Pandemie weniger Rauchen. Grund ist die Ansicht, dass regelmäßiger Tabakkonsum eine Behandlung bei einer Infektion mit Covid-19 negativ beeinflusst.

Sterblichkeitsrate nach wie vor zu hoch

Zudem sind in der Studie aktuell 58 Prozent fest entschlossen, ganz mit dem Qualmen aufzuhören. 2017 waren es noch 35 Prozent. Untersuchungen ergaben zudem, dass vor allem die Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, das Rauchen einschränken oder die Zigarette für immer ausdrücken.

Doch noch immer wird in der Türkei insgesamt zu viel geraucht, obwohl die Regierung zuletzt mehrere Kampagnen gegen das Rauchen gestartet hat. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 14,5 Millionen Erwachsene und 252.000 Jugendliche täglich Tabak konsumieren. Hinter Nordkorea sterben in der Türkei weltweit die meisten Männer an Krankheiten, die durch das Rauchen ausgelöst wurden.

(bl)

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