Hürriyet

Natur statt Chemie: Türkei setzt Käfer gegen Baum-Schädlinge ein

3.7.2020 21:46 Uhr

In der Schwarzmeerprovinz Zonguldak haben die sogenannten Gallwespen die Kastanienbäume schwer beschädigt. Nun hat sich das regionale Forstamt eine besondere Maßnahme im Kampf gegen die Schädlinge überlegt und setzt dabei auf einen natürlichen Gegenspieler der Wespen: Den Gladiatorenkäfer.

Anstatt massenweise Insektenmittel zu versprühen, züchten Spezialisten den Käfer in einem Labor. Die ersten Exemplare sind bereits in die Natur entlassen worden.

Die Eier der Wespen sind das Problem

Die Gallwespen, oder auch "Killerwespen" genannt, existieren seit gut sechs Jahren in der Türkei. Das aus China stammende Insekt legt seine Eier bevorzugt auf Blättern ab, wodurch die Bäume daran gehindert werden, zu blühen und zu wachsen. Stattdessen sterben sie langsam ab.

Genau hier setzt der Gladiatorenkäfer an. "Er ist der natürliche Feind der Gallwespen und ernährt sich besonders gerne von den Eiern der Schädlinge. Wir hoffen, so weitere Schäden an den Bäumen zu verhindern und dass sich der Wald wieder erholt", sagte ein Beamter des Forstamtes. Zur Unterstützung des Käfers ist damit begonnen worden, Blätter mit besonders vielen Eiern von den Bäumen abzuschneiden.

(bl)

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