imago images / Le Pictorium

Nato will mehr Engagement im Nahen Osten prüfen

9.1.2020 20:02 Uhr

Nach der Aufforderung von US-Präsident Donald Trump will die Nato prüfen, wie sie zusätzlich zur Stabilität im Nahen Osten und dem Kampf gegen Terrorismus beitragen kann.

Die Nato habe das Potenzial dazu, sagte der Generalsekretär Jens Stoltenberg am Donnerstag in Brüssel. "Und wir prüfen, was wir zusätzlich tun können." Auch auf mehrfache Nachfrage wollte er nicht sagen, wie dieser Beitrag konkret aussehen könne.

Nachdem die Spannungen in der Region zuletzt deutlich gewachsen waren, hatte Trump die Nato am Mittwoch zu einem stärkeren Engagement im Nahen Osten aufgefordert. Vergangene Woche hatten die USA den iranischen Top-General Ghassem Soleimani gezielt getötet, in der Nacht zum Mittwoch reagierte der Iran mit Vergeltung.

Nato setzt Ausbildungsmission im Irak aus

Die Nato setzte deshalb zuletzt ihre Ausbildungsmission im Irak aus und verlegte Teile ihrer Truppen an andere Orte innerhalb des Landes sowie ins Ausland. Der Einsatz soll die irakischen Streitkräfte eigentlich in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken der Terrormiliz IS zu verhindern. Dazu schulen mehrere hundert Ausbilder irakische Militärausbilder und helfen beim Aufbau von Militärschulen.

Stoltenberg betonte, dass die Nato schon jetzt eine wichtige Rolle in der erweiterten Region spiele. Er nannte etwa die Ausbildungsmissionen im Irak und in Afghanistan. Für mehr Engagement brauche es im Bündnis Einigkeit. Zudem würde dies nur gemeinsam mit den betroffenen Ländern der Region entschieden. "Und das wird einige Zeit dauern."

Ungeachtet der jüngsten Entspannungssignale in dem Konflikte sagte Stoltenberg, die Lage bleibe unberechenbar. "Es ist in niemandes Interesse, einen neuen Konflikt zu haben."

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.