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Nato: Neuer Aktionsplan für Bosnien-Herzegowina

5.12.2018 16:41 Uhr

Theoretisch ist Bosnien-Herzegowina einen Schritt näher an einem Nato-Beitritt. Die Außenminister der Bündnisstaaten eröffneten dem Balkanland am Mittwoch die Möglichkeit, den Aktionsplan zur Mitgliedschaft auszulösen. Dieser sieht umfangreiche Beratung und Unterstützung bei für den Beitritt notwendigen Reformen vor.

Ob Bosnien-Herzegowina auf das Angebot der Nato eingeht, ist allerdings höchst fraglich. Der serbische Vertreter im Staatspräsidium ist pro-russisch und gegen jede Nato-Annäherung. Die Entscheidung der Nato gilt deswegen vor allem als Zeichen der Unterstützung für pro-westliche Kräfte in dem Land.

Bosnien-Herzegowina muss nun Entscheidung treffen

Um sie treffen zu können, musste das Militärbündnis sogar frühere Bedingungen für den Start des Aktionsplans über Bord werfen. Sie sollen nun erst am Ende des Programms erfüllt werden müssen.

"Es ist nun an Bosnien-Herzegowina, den nächsten Schritt zu gehen und zu entscheiden, ob sie das Angebot annehmen wollen", kommentierte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch nach Abschluss des Außenministertreffens.

(an/dpa)