Symbolbild: imago images / Pacific Press Agency

Nato-Generalsekretär warnt EU vor Bruch mit der Türkei

11.12.2020 10:15 Uhr

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die EU vor einem Bruch mit dem Bündnispartner Türkei gewarnt. Es gebe Differenzen mit der Türkei, die man angehen müsse, sagte Stoltenberg am Donnerstag wenige Stunden vor Beratungen der Staats- und Regierungschefs der EU über mögliche Sanktionen gegen das Land. Gleichzeitig müsse man aber erkennen, welche Bedeutung die Türkei als Teil der Nato und auch als Teil der "westlichen Familie" habe.

So sei das Land ein wichtiger Alliierter im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Zudem beherberge die Türkei von allen Nato-Verbündeten die meisten Flüchtlinge und habe die meisten Terrorangriffe erlitten, sagte Stoltenberg nach einem Gespräch mit dem portugiesischen Ministerpräsidenten António Costa.

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder wollten am Donnerstagabend über die Beziehungen zur Türkei und mögliche neue Sanktionen beraten. Grund sind unter anderem umstrittene türkische Erdgaserkundungen vor Zypern und vor griechischen Inseln. Auf die Frage, ob neue EU-Sanktionen gegen die Türkei auch die Zusammenarbeit zwischen der Nato und der EU erschweren könnten, ging Stoltenberg nicht ein.

(be/dpa)

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